Alle seien in Munhava, einem Stadtteil der Metropole Beira, gemeldet worden. Die Stadt mit ihren rund 500.000 Einwohnern wurde Helfern zufolge zum Großteil zerstört. „Angesichts der Wassermassen, die während des Zyklons durch Beira geflossen sind, und angesichts der enormen Schäden ist es nicht überraschend, dass wir nun mit dem Ausbruch von Krankheiten wie Cholera konfrontiert sind“, teilte der Nothilfe-Koordinator von Ärzte ohne Grenzen (MSF) in Beira, Gert Verdonck, mit. MSF unterstütze das mosambikanische Gesundheitsministerium dabei, Patienten zu behandeln, die vermutlich an Cholera erkrankt seien. Die Teams behandeln demnach derzeit mehr als 200 Patienten am Tag.Rund 700 Menschen sind ums Leben gekommen Am 15. März hatte „Idai“ weite Teile von Mosambik, Malawi und Simbabwe verwüstet und mit heftigen Regenfällen vor allem in Mosambik riesige Landstriche unter Wasser gesetzt. Rund 700 Menschen sind nach Regierungsangaben ums Leben gekommen – die tatsächliche Zahl dürfte Helfern zufolge jedoch deutlich höher liegen.Rund 3 Millionen Menschen in den 3 Ländern sind nach UN-Schätzungen betroffen. Allein in Mosambik wurden 91.000 Häuser zerstört und fast 128.000 Menschen lebten in Notunterkünften, teilte das UN-Nothilfebüro mit.Trinkwasser-Mangel eines der größten ProblemeNach einer derartigen Katastrophe ist der Mangel an sauberem Trinkwasser eines der größten Probleme. Durchfallerkrankungen wie Cholera können rasend schnell ausbrechen. Das liegt daran, dass durch den Zyklon etliche Wasserquellen, etwa Brunnen, sowie Sanitäranlagen überschwemmt werden, wie der Sprecher des deutschen Technischen Hilfswerks (THW), Jörg Eger, erklärte. So würden viele Wasserquellen verunreinigt.Der WHO zufolge hat Mosambik bereits Erfahrung im Umgang mit Cholera. Demnach habe es in den vergangenen 5 Jahren jedes Jahr ein Ausbruch gegeben. Der jüngste endete demnach im Februar 2018 mit rund 2000 Fällen.dpa