Mittwoch, 30. Mai 2018

Erste Ergebnisse von „BrennerLEC“

Mit dem europäischen Projekt „BrennerLEC“ wird der Einfluss einer dynamischen Geschwindigkeitsbegrenzung auf die intensiven Verkehrsflüsse und auf die Luftqualität entlang der Brennerachse geprüft. Nun stehen die ersten Ergebnisse fest. Am Mittwoch hat die Brennerautobahngesellschaft gemeinsam mit den Projektpartnern – den Landesagenturen für Umwelt der autonomen Provinzen Bozen und Trient, der Universität Trient, dem Unternehmen CISMA GmbH und der IDM Südtirol – die Daten vorgestellt.

Die Brennerautobahn stellte mit ihren Projektpartnern die Ergebnisse vor. - Foto: DLife
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Die Brennerautobahn stellte mit ihren Projektpartnern die Ergebnisse vor. - Foto: DLife

A22-Geschäftsführer Walter Pardatscher ging auf die Inhalte des Projektes ein und fasste die Hintergründe der präsentierten Daten zusammen. „Mithilfe von verschiedenen Überwachungsinstrumenten und -sensoren haben wir im vergangenen Jahr entlang der ausgewählten Autobahnabschnitte Verkehrs- und Umweltdaten gesammelt“, so Pardatscher. „Nun verfügen wir über interessante, wenn auch nicht definitive, Ergebnisse.“

Uni Trient stellt Ergebnisse vor

Die Universität Trient hat anlässlich der Medienkonferenz die Auswertung der ersten Ergebnisse vorgestellt. Die untersuchten Maßnahmen können konkrete Früchte bringen, möglicherweise noch bessere als die versuchsweise beobachteten Erfolge. Dies betrifft vor allem die Stickstoffdioxid-Emissionen (NO2): Bei einer Geschwindigkeitsreduzierung konnte in unmittelbarer Nähe der Autobahn eine Verringerung der Emissionen beobachtet werden. In Bezug auf die Abwicklung eines erhöhten Verkehrsaufkommens wurde bestätigt, dass bei einer Begrenzung der Geschwindigkeit die Verkehrsstaus abnehmen und sich die Reisezeit verringert.

Der Südtiroler Landesrat für Raumentwicklung, Umwelt und Energie Richard Theiner betonte im Anschluss an die Präsentation den strategischen Wert des Projektes, sei es auf lokaler als auch auf gesamtstaatlicher Ebene. Er unterstrich dabei die wertvolle Unterstützung, welche diese ersten Projektergebnisse für die baldige Umsetzung einer dauerhaften Geschwindigkeitsbegrenzung aus Gründen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes leisten; ein Ziel, das unter anderem der Südtiroler Landtag einstimmig bestätigt habe und Landeshauptmann Arno Kompatscher durch eine ausdrückliche Anfrage an Minister Graziano Delrio mittrage.

Auch der Trientner Infrastruktur- und Umweltassessor Mauro Gilmozzi drückte seine Zufriedenheit über die Entwicklung des Projektes aus. Die Ergebnisse seien ermutigend.

Enge Zusammenarbeit der Provinzen

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist und bleibt dabei ein entscheidendes Kriterium. Aktuell beteiligen sich die beiden Provinzen Bozen und Trient am Projekt, das in seiner Weiterentwicklung jedoch auf den Korridor zwischen München und Verona ausgerichtet werden muss. 

In wenigen Tagen startet die zweite Projektphase: Diese zeichnet sich durch eine Erweiterung der überwachten Autobahnabschnitte, den Ausbau des Systems und die Durchführung verschiedener Tests aus. Danach wird man verstehen, welches die geeignetste Methode ist, um die größten Vorteile für die Umwelt und für den Gesundheitsschutz zu erreichen.

stol

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