Freitag, 13. September 2019

Erste Hilfe: „Nichts zu tun, ist ein Fehler“

Zum internationalen Tag der Ersten Hilfe am 14. September ruft der Landesrettungsverein dazu auf, überall und jederzeit im Notfall zu helfen. Aus Angst, etwas falsch zu machen, würden viele Bürger aber immer wieder davor zurückschrecken, Erste-Hilfe-Maßnahmen zu ergreifen.

Grundsätzlich ist es in erster Linie wichtig, den Notruf 112 abzusetzen. Die Hilfe sollte aber darüber hinausgehen, denn bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sollte schnellstmöglich mit der Wiederbelebung begonnen werden. Da zählt jede Minute.
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Grundsätzlich ist es in erster Linie wichtig, den Notruf 112 abzusetzen. Die Hilfe sollte aber darüber hinausgehen, denn bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sollte schnellstmöglich mit der Wiederbelebung begonnen werden. Da zählt jede Minute. - Foto: © shutterstock

„Nichts zu tun ist aber der größte Fehler, den man im Leben machen kann“, betont der Landesrettungsverein. Einen Erste-Hilfe-Kurs beim Weißen Kreuz zu besuchen bzw. dort die erlangten Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen, sei natürlich ratsam, weil man als Ersthelfer dann viel sicherer und gezielter ans Werk geht.

Nicht nur unterwegs, sondern auch hinter den eigenen vier Wänden kann plötzlich ein Notfall auftreten: Laut Statistik geschehen im Haushalt nach wie vor die meisten Unfälle. 

Jede Minute zählt

Grundsätzlich sei es in erster Linie wichtig, den Notruf 112 abzusetzen. Die Hilfeleistung sollte aber darüber hinausgehen, denn bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sollte schnellstmöglich mit der Wiederbelebung begonnen werden. „Da zählt jede Minute.“

Statistisch gesehen erleidet in Südtirol jeden Tag eine Person einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Da kann die Mund-zu-Mund-Beatmung auch wegfallen, denn vor dieser schrecken Ersthelfer vielfach zurück.

Überlebenswichtig sei dabei vor allem das beherzte Drücken auf den Brustkorb, bis der Rettungsdienst eintrifft. Zu lebenswichtigen Maßnahmen gehören aber beispielsweise auch die Stabile Seitenlage bei Bewusstlosigkeit oder das Stillen einer stark blutenden Wunde.

Erste Hilfe zu leisten kann oft Leben retten. - Foto: WK

Im Jahr 2018 haben südtirolweit 9920 Personen erfolgreich einen Erste-Hilfe-Kurs des Weißen Kreuzes abgeschlossen. Das Durchschnittsalter der Kursbesucher betrug dabei 41 Jahre. Es gibt also Nachholbedarf bei der jüngeren Generation.

Deshalb hat sich der Landesrettungsverein die Sensibilisierung für Erste Hlife unter jungen Menschen in Südtirol auf die Fahne geschrieben. Denn eines ist sicher:„ Ersthelfer sind jene Glieder in der Rettungskette, auf die es im Notfall ankommt.“

Informationen zu den Erste-Hilfe-Kursen gibt es auf www.weisseskreuz.bz.it, über ausbildu[email protected] oder telefonisch unter 0471/444396.

stol

stol