Freitag, 17. Januar 2020

Erste-Hilfe-Videos in Arabisch, Paschto und Urdu

Um den neuen Bürgern in Südtirol Wissen über Erste-Hilfe-Maßnahmen zu vermitteln, haben Landesabteilung Deutsche Kultur und Rettungsorganisation „Weißes Kreuz“ Videos in den drei Fremdsprachen Arabisch, Paschto und Urdu realisiert.

Erste Hilfe auf Arabisch, Paschtunisch und Urduisch: Land und Weißes Kreuz haben Videos realisiert, die nicht nur Wissen vermitteln sondern Brücken bauen sollen.
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Erste Hilfe auf Arabisch, Paschtunisch und Urduisch: Land und Weißes Kreuz haben Videos realisiert, die nicht nur Wissen vermitteln sondern Brücken bauen sollen. - Foto: © lpa

„Erste Hilfe für alle“ ist das Motto der insgesamt zehn Kurzfilme, mit denen die Ämter für Jugendarbeit und für Film und Medien der Landesabteilung Deutsche Kultur gemeinsam mit der Rettungsorganisation „Weißes Kreuz“ auch den neuen Bürgern und Bürgerinnen in Südtirol Wissen über Erste-Hilfe-Maßnahmen für unterschiedliche Notsituationen zur Verfügung stellen wollen. Die zehn Filme sind als Erste-Hilfe-Kurse gedacht und stehen nun in den drei Sprachen Arabisch, Paschto (Neupersisch) und Urdu zur Verfügung. Paschto wird hauptsächlich in Afghanistan und Pakistan gesprochen, Urdu in Indien und Teilen Pakistans.


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„Das Projekt dient nicht nur der reinen Information, sondern leistet zudem einen Beitrag zum besseren Verständnis zwischen unterschiedlichen Kulturen und versteht sich als Maßnahme zum Abbau von Vorurteilen“, heißt es aus dem Landesamt für Jugendarbeit. Durch das gemeinsame Erleben kultureller Werte könnten neue Bürger und Bürgerinnen ein offenes, neugieriges Verhalten gegenüber anderen Kulturen entwickeln und Kommunikations- und Verständnisprobleme abgeschwächt werden. Ähnlichkeiten und Unterschiede zu entdecken und diese am eigenen Körper zu erfühlen und zu erleben, Neugier zu entwickeln und sich dem Neuen zu öffnen, seien Ziele des Projektes.

In Südtirol leben ungefähr 50.333 Migranten aus 138 Ländern. Sie machen 9,2 Prozent der Gesamtbevölkerung Südtirols aus. Der Großteil kommt aus Albanien, Deutschland, Marokko und Pakistan. Ein Teil dieser Migranten hat im Heimatland keine Schule besucht und kann somit nicht schreiben und lesen, andere sind zwar alphabetisiert, haben aber keine Kenntnisse des lateinischen Schriftsystems. Die zehn Kurzfilme ermöglichen somit eine Teilhabe dieser Menschen auch jenseits der sprachlichen und bildungsbedingten Barrieren und dienen der Integration.
Die arabischen, paschtunischen und urduischen Videos sind in Kürze auch auf der Webseite des Weißen Kreuzes sowie auf YouTube zu finden. Einen Videomix gibt es schon jetzt.

lpa