Montag, 04. Januar 2021

Erste Nachweise von britischer Virus-Variante auch in Österreich

Die bereits im September in Großbritannien aufgetretene Coronavirus-Mutation wurde erstmals auch in Österreich nachgewiesen.

Zu den fünf Betroffenen zählen drei Kinder, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Montag.
Zu den fünf Betroffenen zählen drei Kinder, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Montag. - Foto: © ROLAND SCHLAGER
In vier am Flughafen Wien-Schwechat genommenen Proben fand sich das Erbgut der Virus-Variante. Bei einer weiteren Person wurde überdies jene markante SARS-CoV-2-Variante nachgewiesen, die vermutlich in Südafrika entstanden ist. Zu den fünf Betroffenen zählen drei Kinder, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Montag.

Die Mutation sei mittlerweile in 32 Ländern nachgewiesen, so Anschober. Dazu zählen mittlerweile auch 15 europäische Staaten - inklusive Österreich. Dass die britische B.1.1.7.-Mutation nun gefunden wurde, sei kein Zufall, vielmehr habe man „gezielt danach gesucht“. Rund 1.800 Sequenzierungen seien bisher in Österreich durchgeführt worden, sagte der Gesundheitsminister. Das solle nun intensiviert werden.

Wie Franz Allerberger, Leiter der Abteilung für „Öffentliche Gesundheit“ der AGES, erläuterte, wurde die südafrikanische Mutation bereits am 6. Dezember bei einer 30-jährigen Österreicherin nach einem Urlaub in Südafrika nachgewiesen. Nach 18 Tagen leichter Symptome in Heimquarantäne sei sie wieder wohlauf.

Die britische Variante wurde erstmals bei einem zwölfjährigen Mädchen nach einem Flug aus Großbritannien am 18. Dezember nachgewiesen. Das Kind hatte ebenfalls leichte Symptome wie etwa Schnupfen, so Allerberger. Daher hatte die Mutter die Testung veranlasst. Am 21. Dezember erfolgte der Nachweis bei einem Österreicher, der mit einem der letzten Flieger von London in seine Heimat reiste. Nach einem positiven Test reiste er nicht wie geplant zu seinen Eltern, sondern ging bei seiner Schwester in Heimquarantäne. Auch er hatte sehr milde Symptome. Zudem wurde bei einem slowakischen Geschwisterpaar - Buben im Alter von neun und zehn Jahren - die britische Virus-Mutation entdeckt, sagte Allerberger.

apa/stol

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