Jakob Reiterer (23 Jahre) und Anna Bertagnoll (12 Jahre) haben nach ihren Operationen die Hoffnung, dass sie ihre Hand wieder wie früher verwenden können. Beide hatten sich das Handgelenk gebrochen, das daraufhin nicht richtig zusammengewachsen ist. Schmerzen und eingeschränkte Bewegungen können bei einer Fehlverheilung die Folgen sein. <BR /><BR />Eine Operation zur Korrektur der Fehlstellung kann dann in Frage kommen. Eine neue OP-Methode namens IPS (zu deutsch: individuelle Lösungen für Patienten) habe laut Markus Mariacher, Leiter der einfachen Struktur der Handchirurgie in den Krankenhäusern Schlanders und Meran, sowie Wilhelm Berger, Primar der Orthopädie in Meran , viele Vorteile. „Sie ist genau an den Patienten angepasst. Dazu zählen sowohl die Planung als auch die Durchführung“, erklärt Mariacher.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1008716_image" /></div> Mit einem 3D-Druckverfahren können anatomische Modelle, Bohr- und Sägeschablonen und Implantate, die die Fehlstellung korrigieren, hergestellt werden. Das Krankenhaus Schlanders arbeitet dabei mit einem bundesdeutschen Unternehmen zusammen. <h3> Präzise und einfache Arbeitsschritte</h3>„Die Techniker haben mit einer 3D-Planungssoftware und über Webmeetings mit den Chirurgen für die Planung der Operationen von Reiterer und Bertagnoll zusammengearbeitet“, erklärte Berger. Produktspezialisten der Firma waren bei den Operationen im Schlanderser Krankenhaus ebenfalls anwesend.<BR /><BR />„Die 3D-Produkte sind für jeden Patienten individuell gestaltet“, führt Mariacher aus. Der gesunde Arm werde gespiegelt und als Referenz für den fehlverheilten Arm hergenommen. „Somit kann während der Operation sehr präzise gearbeitet werden und die Arbeitsschritte werden vereinfacht.“ Das Ergebnis solle dementsprechend besser ausfallen als mit der herkömmlichen Methode. Es sei abzusehen, dass die neue IPS-Methode zukünftig öfter zum Einsatz kommen werde.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1008719_image" /></div> Die Methode gibt es bereits seit einigen Jahren und da sie besonders für Extremitäten geeignet ist, ist sie für das Schlanderser Krankenhaus interessant. Ein Schwerpunkt des Krankenhauses ist nämlich die Handchirurgie. Vor 2 Jahren wurde Jana Moriggl bereits mit der IPS-Methode operiert. Sie hatte einen Unterarmbruch erlitten, der fehlverheilt war. <BR /><BR />Nach der zweiten OP mit der IPS-Methode kann sie ihren Arm heute wieder wie gewohnt einsetzen. „Ohne diese Methode wäre mein Arm nicht so, wie er heute ist.“ Anna Bertagnoll und Jakob Reiterer freuen sich nach ihrer OP ebenfalls darauf, ihren Arm wieder einwandfrei einsetzen zu können. „Als Rechtshänder mit der linken Hand Suppe zu essen, ist nicht einfach“, witzelte Reiterer. Auch Bertagnoll berichtete, dass sie viel auf die Hilfe anderer angewiesen gewesen sei. Jetzt gehe es aber bergauf.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1008722_image" /></div> <BR />