„Am Montag starteten wir um 8.30 Uhr in die Cassin. Eigentlich planten wir sechs bis zwölf Stunden ein, aber wir waren nach 3 Stunden und 37 Minuten am Gipfel“, so Wohlleben. „Durch simultanes Klettern sparten wir extrem viel Zeit und kamen zügig vorwärts. Für den Abstieg brauchten wir eine Stunde. In dem Col zwischen der westlichen Zinne wartete Lukas Binder, der bereits Wasser geschmolzen hatte. Wir machten eine kurze Pause, aßen und tranken und stiegen dann ab zum Einstieg der Comici. Wir kamen nach 4 Stunden und 47 Minuten im letzten Abendlicht auf den Gipfel der Großen Zinne. Die Stimmung dort oben war einzigartig und wir ziemlich glücklich“, so der Kletterer. Nach dem Abstieg im Dunkeln waren Steck und Wohlleben gegen 21 Uhr am Einstieg der "Innerkofler"-Führe zur Kleinen Zinne. Um 0.20 Uhr standen sie am Gipfel. Für das ganze Unternehmen benötigten sie 15 Stunden und 42 Minuten.„Wir waren selbst überrascht, aber es gibt eben diese Tage, wo alles passt: Verhältnisse gut, Team gut, Kopf gut. Um 2 Uhr waren wir an der Auronzo-Hütte, weckten unseren Freund Flo Rex auf, tranken eine Flasche Wein eines 2006er Jahrgangs und hörten mit Uelis iPhone ‚Tage wie diese‘ von den Toten Hosen“, erzählt Michi Wohlleben.