Aufgrund des mauen Wetters wollten quasi wieder alle Südtirol-Touristen in die Bozner Altstadt. „Zum Glück hatten wir die Verordnung schon parat, denn ansonsten wäre es noch schlimmer gewesen“, betonte Mobilitätsstadtrat Stefano Fattor.<BR /><BR />Schon am frühen Morgen waren gestern zahlreiche Touristen aus ganz Südtirol auf dem Weg in Richtung Landeshauptstadt. Gegen 9 Uhr begannen sich die 4 Tiefgaragen im Stadtzentrum allmählich zu füllen. Um 10.30 Uhr schließlich war die Walther-Garage voll besetzt, wodurch sich ein Rückstau bis zum Bahnhofsplatz bildete.<BR /><BR />Gegen 11 Uhr war es dann so weit: Neben der Walther-Garage waren auch der Laurin-Parkplatz, die Mondschein-Garage und Laubenparking zu 90 Prozent belegt. Damit trat zum ersten Mal die neue Anti-Stau-Verordnung in Kraft. Bekanntlich regelt diese wer bei hohem Verkehrsaufkommen mit seinem Auto noch in die Stadt fahren darf und wer nicht.<h3> Autofahrer werden umgeleitet</h3>„Wie vorgesehen, wurde nach Erreichen der Auslastungsgrenze der 4 Parkhäuser im Zentrum im ersten Schritt die Mayr-Nusser-Straße gesperrt“, sagte Mobilitätsstadtrat Stefano Fattor. Dadurch habe man die Nicht-Anrainer in das Parkhaus Bozen-Mitte umgeleitet und dieses nach und nach gefüllt. <BR /><BR />Um kurz nach 12 Uhr war auch dieses Parkhaus voll besetzt und die Stadtpolizei ging zu Schritt 2 der Anti-Stau-Verordnung über: Die Stadtzufahrt über die Virgl-Brücke wurde gesperrt und die Touristen zum sogenannten Sibirien-Parkplatz am Bozner Boden geschickt. „Durch diese Maßnahmen und durch das Anbringen entsprechender Hinweisschilder konnten wir die Autofahrer planmäßig umleiten“, betonte Fattor. Am frühen Nachmittag waren noch rund 40 der insgesamt 360 Parkplätze frei.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="924325_image" /></div> <BR /><BR />„Zum Glück galt diese neue Verkehrsregelung bereits heute (Anm. d. Red.: gestern), denn ansonsten wäre die Verkehrssituation in der Stadt deutlich schlimmer gewesen“, betonte Fattor. Es sei nämlich durch die Verordnung gelungen, den Verkehr weitestgehend auf der Innsbrucker- und Brennerstaatsstraße – also außerhalb des Stadtzentrums – zu halten. Dort allerdings habe sich ein Stau bis zum Kreisverkehr vor dem Eggentaler Tunnel gebildet, sagte Fattor. <h3> Völlig überlastete Straßen</h3>Dass trotz neuer Anti-Stau-Verordnung aber noch längst nicht alle Verkehrsprobleme gelöst wurden, zeigte sich gestern auch. Einmal mehr war der Bozner-Boden-Weg und die Rittner Straße in Fahrtrichtung Stadtzentrum völlig überlastet. <BR /><BR />Autos und Busse steckten gleichermaßen im Stau; phasenweise stand alles. Und obwohl es im Zentrum kaum mehr freie Parkplätze gab, fuhren zahlreiche Touristen über diese Zufahrt in die Stadt hinein. Wie Fattor erklärte, werde die Rittner Straße auf Höhe der Rittner Seilbahn nämlich erst als letzter Schritt gesperrt.<BR /><BR /> Allerdings kam es gestern nicht so weit, damit war das Verkehrschaos dort trotz Verordnung perfekt. „Es war ein Testtag. Wir werden das jetzt analysieren und schauen, ob bei der Verordnung Nachbesserungen notwendig sind“, erklärte Fattor.<BR /><BR />Am Nachmittag schließlich entspannte sich die Verkehrssituation. So konnte gegen 16 Uhr die Sperre der Mayr-Nusser-Straße aufgehoben werden. Damit war Tag 1 der neuen Anti-Stau-Verordnung mehr oder weniger erfolgreich geschlagen.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR />