Damit rückt der mögliche Zusammenschluss der beiden Genossenschaften einen Schritt näher. Die Entscheidung auf Seiten der Mila fällt an diesem Freitag.<BR /><BR />Wie berichtet, erwägen die beiden größten Milchhöfe Südtirols, also Mila und Brimi, einen Zusammenschluss. Ziel sei es, die Marktmacht zu bündeln sowie bei Produktentwicklung, Marketing, Logistik und Einkauf enger zusammenzuarbeiten, um so Kosten zu sparen, wie die beiden Geschäftsführer, Matthias Baumgartner (Bergmilch) und Martin Mair (Milchhof Brixen), vor Kurzem im Interview erklärten. Man könnte ohne Zweifel als einzelne Genossenschaft weitermachen, aber gemeinsam habe man deutlich bessere Zukunftschancen.<BR /><BR />Eine Fusion würde die rund 2.100 Mitglieder der Bergmilch und die etwa 1.000 Mitglieder des Milchhofs Brixen vereinen. Gemeinsam käme die neue Genossenschaft auf etwa 440 Millionen Euro Umsatz und eine Milchmenge von bis zu 280 Millionen Kilogramm pro Jahr – damit würde der neue Südtiroler Milchriese in die Rangliste der zehn größten Molkereien Italiens aufsteigen. <BR /><BR />Für die Geschäftsführung ist die Entscheidung daher eindeutig. Schlussendlich entscheiden jedoch die Mitglieder der beiden Genossenschaften, also die Bauern selbst. Am vergangenen Mittwoch machten diese einen Schritt in Richtung Fusion – zumindest auf Seiten der Brimi: Im Rahmen der Vollversammlung stimmten die Mitglieder des Milchhofes Brixen mit breiter Mehrheit für einen Zusammenschluss mit der Mila. Dabei war für den Beschluss eigentlich nur eine Zweidrittelmehrheit nötig. <BR /><BR />Nun hängt alles an den Mitgliedern der Bergmilch und wie sie sich über die Zukunft ihrer Genossenschaft entscheiden. Die finale Abstimmung findet am Freitag statt. Anders als bei Brimi ist bei der Mila eine Dreiviertelmehrheit nötig – also eine etwas höhere Hürde. Ob dieses Ergebnis erreicht wird, ist noch nicht ganz klar, zumal im Vorfeld noch einige kritische Stimmen unter den Bergmilch-Bauern laut wurden.<h3> Brimi zieht positive Bilanz zum Geschäftsjahr 2025 </h3>Ebenso zog der Milchhof Brixen bei der Vollversammlung Resümee über das abgelaufene Geschäftsjahr – über welches sich die Mitglieder sehr zufrieden zeigten. „Trotz des starken Wettbewerbs konnten wir 2025 fast 500 Tonnen mehr Mozzarella verkaufen als noch im Vorjahr“, berichtete Brimi-Geschäftsführer Martin Mair. Der Auszahlungspreis an die Genossenschaftsmitglieder konnte im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr verbessert werden.