Zudem fordert er die Pfarreien auf, Anreize zu schaffen, damit sich die Familien vom Gottesdienst mehr angesprochen fühlen. <BR /><BR />Etwa 4000 Kinder werden heuer in Südtirol ihre Erstkommunion feiern – viele davon am morgigen Weißen Sonntag. Während der Coronazeit waren es etwas weniger – 3700 bis 3800, teilt Andrea Bailoni, Leiter des diözesanen Amtes für Schule und Katechese, mit. Danach seien diese Zahlen dann wieder auf etwas über 4000 gestiegen – wie vor Corona. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1015356_image" /></div> <BR /><BR />„Die Erstkommunion ist noch immer ein sehr wichtiges Familienfest – nach dem Fest stockt das Ganze aber“, konstatiert Familienseelsorger Toni Fiung. „Die Familien finden dann nicht mehr den Zugang zum Pfarrleben. Sie fühlen sich nicht angesprochen und finden nicht ihren Platz.“ Der Familienseelsorger nimmt die Pfarreien in die Pflicht: „Jede Pfarrei muss sich die Frage stellen: Wie können wir die Familien erreichen und den Kontakt zu ihnen halten?“ Die Eltern zu beschuldigen, sei zu einfach. <BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1015359_image" /></div> <BR /><BR />Aufgabe der Pfarreien sei es, zu überlegen, was sie bei der Vorbereitung und Gestaltung der Gottesdienste tun können, damit sich Familien mit Kindern angesprochen fühlen – auch bei den Liedern und bei der Sprache. Was beim Gottesdienst angesprochen werde, müsse letztlich im Alltag verankert sein und mit dem Leben der Familien zu tun haben. Im Gottesdienst sollten Themen Platz finden wie Freude und Schmerz und was dem Leben Wert und Sinn gebe. Ein Gottesdienst müsse Anregungen zu einem guten und sinnvollen Leben geben, meint der Familienseelsorger. Aber auch die Eltern seien eingeladen, „nicht nur abzuwarten, sondern sich mit ihren Anliegen und Wünschen einzubringen“.<h3> Auch die Erstkommunion soll refomiert werden</h3>Bis jetzt war der Empfang der Erstkommunion ein Fixtermin für die Zweitklässler in der deutschsprachigen Grundschule. In Zukunft soll es möglich werden, beispielsweise erst in der 3. oder 4. Klasse der Grundschule die Erstkommunion zu feiern. So wie die Firmung soll auch die Erstkommunion reformiert werden. Nächste Woche wird das Amt für Schule und Katechese den Pfarreien einen Fragebogen zusenden. Dabei soll die Ist-Situation erhoben werden – zu Taufe, Erstkommunion sowie zu Umkehr und Versöhnung (früher „Beichte“). <BR /><BR />Erhoben werden soll, wie in den Pfarreien die Vorbereitungen vor Ort ablaufen, welche positiven und welche negativen Erfahrungen gemacht wurden, welche Herausforderungen es gibt und auch die Rückmeldungen der Familien. Ermittelt werden soll weiters, wo das Amt zu Hilfe kommen kann, sagt Bailoni. Adressaten dieses Fragebogens sind die Mitarbeiter der Sakramentenkatechese und die Pfarrer, erklärt der Amtsleiter. Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, werden dann die weiteren Schritte folgen. <BR /><BR />Bereits in der Vergangenheit sei aus vielen Pfarreien der Wunsch mitgeteilt geworden, bei der Erstkommunion „von der zweiten Klasse weg zu kommen“. Das Sakrament soll von den fixen Jahrgangsstufen der Schule entkoppelt werden, das Ja zur Erstkommunion soll eine bewusste persönliche Entscheidung werden. Mit dem Reifen und Wachsen der Kinder wachse auch das Verständnis für die Bedeutung dieses Sakraments. <BR /><BR />