Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, trat aus einem der drei Testbrunnen aus einer Tiefe von rund 4,3 Kilometer erstmals Erdöl zu Tage. Unternehmenschef Bill Gammell bezeichnete den Fund als „extrem ermutigend“.Laut einer ersten Analyse handelt es sich um zwei verschiedene Sorten Erdöl unterschiedlichen geologischen Alters. Zusätzliche Analysen seien aber notwendig.Bei einer weiteren Testbohrung, ebenfalls in grönländischen Gewässern der Baffin Bay hatte Cairn Energy davor lediglich Spuren von Erdgas gefunden. Wegen der hohen Kosten - bisher 84,2 Mio. Dollar (64,4 Mio. Euro) - und des Ausbleibens kommerziell nutzbarer Funde werde der Brunnen aufgegeben, hieß es. Die Bohrung sei bereits geschlossen.Eine dritte, erst im Vormonat begonnene Testbohrung ist dagegen in Gang und stieß bisher in eine Tiefe von 1.900 Meter vor. Im August hatte Greenpeace diese Bohrung mit einer spektakulären Aktion für zwei Tage blockiert. Vier Aktivisten hatten sich in Zelten unter der Plattform angeseilt.Experten stehen der Erdölsuche in arktischen Gewässern wegen des ihnen zufolge extremen Umweltrisikos kritisch gegenüber. Grönland hofft, mit dem vor seiner Küste vermuteten Erdöl von Dänemark wirtschaftlich unabhängig werden und letztlich volle staatliche Souveränität erlangen zu können.apa