Montag, 03. Juni 2019

Erstmals Goldschakal in Tirol nachgewiesen

Ein neuer Gast der besonderen Art beehrt unsere Nachbarn: Ende Mai wurde im Osttiroler Pustertal erstmals ein Goldschakal nachgewiesen, teilte die Landesverwaltung am Montag mit.

Dieser Goldschakal war im Mai 2014 bei Schlanders in eine Fotofalle getappt. Jetzt wurde einer im Osttiroler Pustertal gesichtet.
Dieser Goldschakal war im Mai 2014 bei Schlanders in eine Fotofalle getappt. Jetzt wurde einer im Osttiroler Pustertal gesichtet. - Foto: © LPA

Der Goldschakal „Canis aureus“ gehört zur Überfamilie der Hundearten und ist mit einer durchschnittlichen Schulterhöhe von 44 bis 50 Zentimeter etwas größer als ein Fuchs, aber kleiner als ein Wolf.

Goldschakale werden 10 bis 15 Kilo schwer. „Der dämmerungs- und nachtaktive Goldschakal ist bei uns ursprünglich nicht heimisch. Seit 1987 gibt es jedoch Nachweise von Goldschakalen in Österreich. Sie breiten sich vom südosteuropäischen Raum Richtung Westen aus. Der Goldschakal stellt keine Gefahr für Menschen dar“, erklärte der Nordtiroler Landesveterinärdirektor Josef Kössler.

Auch in Südtirol und in Kärnten waren in den vergangenen Jahren bereits Goldschakale nachgewiesen worden.

Hauptbeute des Goldschakals sind kleine bis mittelgroße Säugetiere wie Mäuse oder Hasen, in seltenen Fällen auch größere Tiere. Auch Amphibien, Insekten, Kadaver sowie pflanzliche Nahrung stehen auf dem Speisezettel des Goldschakals.

apa

stol