Mittwoch, 30. Dezember 2020

Erstmals über 1000 Corona-Tote binnen 24 Stunden in Deutschland

In Deutschland hat die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus zum ersten Mal die Marke von 1000 überschritten und damit einen Höchststand erreicht.

22.459 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden wurden in Deutschland gemeldet.
22.459 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden wurden in Deutschland gemeldet. - Foto: © APA/dpa / Karl-Josef Hildenbrand
Binnen einen Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) 1129 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen von Mittwoch früh hervorgeht. Außerdem wurden 22.459 Neuinfektionen gemeldet.

Vergangenen Mittwoch (23.12.) waren 24.740 Neuinfektionen und der bisherige Höchststand von 962 Todesfällen gemeldet worden. Das RKI hatte vor den Weihnachtstagen mitgeteilt, dass die aktuellen Zahlen nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar seien, da es zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete. Dennoch war die Zahl der neuen Todesfälle Mittwoch früh deutlich höher als vor einer Woche.

Die Zahl der binnen 7 Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz) lag Mittwoch früh bei 141,3. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Bisher über 1,5 Millionen Infektionen in Deutschland

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.687.185 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Mittwoch auf 32.107. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.302.600 an.

Der deutschlandweite 7-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Dienstagabend bei 0,67 (Montag: 0,74). Dieser R-Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 67 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Das RKI betont in seinem Bericht aber, dass zum Jahreswechsel hin Corona-Fälle nur verzögert angezeigt, erfasst und übermittelt werden, „so dass der R-Wert zudem ggf. unterschätzt wird“.

apa/dpa/stol