Kein geringerer als der langmalige Primar der Memory Clinic am Krankenhaus Meran Dr. Christian Wenter leitete mit seinem Impulsreferat in das Thema ein. Er ging dabei auf aktuell vieldiskutierte Medikamente ebenso ein, wie auf die Risikofaktoren und den alles entscheidenden Aspekt der Vorbeugung. Insbesondere die Vorbeugung haben alle Menschen selbst in der Hand, wobei es vor allem das Rauchen und der Alkohol sind, die große Gefahren darstellen, an Alzheimer zu erkranken. Es stimmt hoffnungsvoll, dass die Krankheit selbst nicht häufiger wird, doch aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung steigt die Zahl der Menschen, die an ihr leiden. <BR /><BR />Auch der Vinschgau hat seine Alzheimer-Patienten, gleichzeitig aber auch das Netzwerk demenzfreundlicher Vinschgau , das sich getragen vom KVW Bezirk, der Alzheimervereinigung und den lokalen Senioreneinrichtungen für eine breite Information und Sensibilisierung zum Thema einsetzt. Am Abend des 21. November 2024 zeigten die Verantwortlichen von Schluderns in ihrer Pilotveranstaltung für Gemeinden, was Politik, Verwaltung und Vereine tun können, um die betroffenen Menschen und ihr Umfeld noch besser zu unterstützen. Hervorgehoben wurden die vielfältigen Freizeitangebote insbesondere für SeniorInnen, aber auch generationenübergreifende Initiativen, wie sie beispielsweise die Musikkapelle oder die Sportvereine schaffen. Apropos Sportvereine. Hier kam es zu intensiven Diskussionen, zumal Studien eindeutig belegen, dass das Kopfballspiel beim Fußball einen Risikofaktor darstellt. Einige Länder wie die USA oder Schottland gehen deshalb schon in die Richtung, für Kinder und Jugendliche das kopfballfreie und damit reine Fußballspiel zu propagieren. Ein Schritt, der auch hierzulande überlegenswert wäre, so Dr. Wenter zum Abschluss, der selbst ein großer Fußballfan ist.