<h3> Intensive letzte Tage, weil die Vorbereitungszeit knapp war</h3>„Ich freue mich, die Kinder wiederzusehen und mit ihnen zu arbeiten“, erzählt Monika Mayr (58). Seit Jahrzehnten unterrichtet sie an der Grundschule Missian hauptsächlich Mathematik. „Ganz viele Eltern von Kindern besuchten schon bei mir den Unterricht, sogar die Oma einer Schülerin“, sagt sie und lacht. „Früher hat die Schule Mitte September begonnen. Wir werden mit dem 1. September angestellt, da sind die ersten Tage intensiv.“ Mayr würde sich mehr Zeit zum Vorbereiten wünschen.<BR /><BR /><embed id="dtext86-66401866_quote" /><BR /><BR />In der Grundschule werde der Grundstein für den weiteren Bildungsweg und die Einstellung zum Lernen gelegt. „Wenn das gut vermittelt wird, bekommen die Kinder ein offenes Verhältnis zum Lernen“, ist sie überzeugt. Wichtig ist dafür auch eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern, Kollegen und der Bildungsdirektion. „Kooperation und Rückhalt wünsche ich mir für das neue Schuljahr. Wenn das funktioniert, profitieren alle.“ <h3> Einen Blumenstrauß am ersten Schultag für den Klassenlehrer</h3>„Der erste Schultag ist immer aufregend“, sagt Tobias Zippl (32), der an der Bozner Grundschule „Rudolf Stolz“ unterrichtet. „Viele Eltern waren in der Vergangenheit begeistert, weil es besonders in diesen Schulstufen nicht so viele männliche Lehrpersonen gibt“, erinnert er sich. Eine Zeit lang hat er im Ausland gearbeitet und dort sogar einmal zu Schulbeginn einen Blumenstrauß geschenkt bekommen. „Der Schüler hatte russische Wurzeln und in Osteuropa ist das zur Einschulung oft üblich.“ <BR /><BR /><embed id="dtext86-66402001_quote" /><BR /><BR />Nach seiner Rückkehr übernahm Tobias Zippl an der Bozner Grundschule auch eine erste Klasse, die er seitdem begleitet. „Jetzt kommen die Kinder in die dritte Klasse. Zu sehen, wie sie sich weiterentwickeln, ist toll“, sagt der Lehrer. „Dieses Schuljahr kommt eine neue Schülerin mit Förderbedarf zu uns in die Klasse. Der Unterricht wird für das Team eine Herausforderung, aber auch das gehört zu unserem Berufsauftrag.“<h3> Mehr Wertschätzung für Lehrberuf und attraktivere Löhne gewünscht</h3>Mit Vorfreude und Motivation startet Yola Mattei (28) in das neue Schuljahr. „Die Arbeit mit jungen Menschen ist bereichernd“, sagt die Lehrerin für Literarische Fächer an der Mittelschule Obermais. Die Vorbereitungszeit auf den ersten Schultag war kurz und stressig. „Jetzt freue ich mich auf die neuen Schülerinnen und Schüler, und all jene, die ich schon kenne.“ <BR /><BR /><embed id="dtext86-66402006_quote" /><BR /><BR />Einige Projekte sind geplant, wie mehrtägige Ausflüge, aber „das Jahr beginnt auch mit einer Herausforderung, weil die Ressourcen immer weniger werden“, weiß Mattei. So werden z. B. immer mehr Teamstunden gekürzt, also Stunden an denen man mit Kollegen zusammenarbeitet. „Aber wir versuchen, unseren Schülerinnen und Schüler das Bestmögliche zu bieten“, berichtet Yola Mattei. Für den Lehrberuf wünscht sich Mattei „mehr Wertschätzung in der Gesellschaft und eine Aufbesserung der Löhne.“ <h3> „Ich freue mich und bin gespannt auf neue Herausforderungen“</h3>„In diesen Tagen bekommen wir viele Informationen. Wir werden beinahe damit bombardiert – Informationen über Schülerinnen und Schüler, über neue Projekte“, erzählt Marc Senoner (32) „Das gilt es jetzt zu verarbeiten“, sagt der Ladinisch- und Englischlehrer an der Wirtschaftsfachoberschule „Raetia“ in St. Ulrich.<BR /><BR /><embed id="dtext86-66402051_quote" /><BR /><BR />Im neuen Schuljahr 2024/2025 hat man dort so einiges vor: „Ein neues Projekt heißt z. B. ‚Schule und Sport‘. Da sind wir schon ganz gespannt, wie es bei den Schülerinnen und Schülern ankommt“, schildert der Ladinisch- und Englischlehrer. Marc Senoner erlebt den Schulbeginn nun zum sechsten Mal als Lehrer. „Ich bin voller Vorfreude, dass es endlich wieder losgeht“, berichtet er. „Ich freue mich wieder die Schülerinnen und Schüler zu sehen und bin gespannt auf die Herausforderungen, die das Jahr bringen wird“, so Senoner. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1068939_image" /></div> <h3> Nach den Sommerferien Rückkehr in den Berufsalltag meistern</h3>Deutsch- und Geschichtelehrer Philipp Egger (30) ist dieses Jahr aufgeregt, weil er an eine neue Schule gewechselt hat. „Am Anfang des Schuljahrs muss man auch schauen, wieder in den Berufsalltag einzusteigen. Ich glaube, das geht jedem Lehrer so“, sagt er. Auch die Schülerinnen und Schüler würden sich zu Beginn oft zurückhaltend zeigen. „Sie kommen aus den Sommerferien und wissen auch noch nicht so genau, was sie in diesem Jahr erwartet.“ <BR /><BR /><embed id="dtext86-66402058_quote" /><BR /><BR />Neben der Aufregung ist der Schulstart bei ihm auch mit Vorfreude verbunden. Mit den Schülerinnen und Schülern der Wirtschaftsfachoberschule (WFO) Meran hat er einiges vor: „Wir werden viele Ausflüge und Projekte machen. Ein Thema wird Franz Kafka sein, weil ja heuer das Franz-Kafka-Jahr ist“, erzählt er. In Südtirol hätte man Freiheiten und könne deshalb viel didaktisch umsetzen. „Ich werde versuchen viel auf die Schülerinnen und Schüler einzugehen.“ <h3> Auch „im Flow“ aufmerksames Auge auf schüchterne Schüler</h3>„Ich freue mich auf die Schülerinnen und Schüler – gleichzeitig erwarten mich neue Herausforderungen“: Mit gemischten Gefühlen startet Tanja Olivetti (29) ins neue Schuljahr. Die Lehrerin für Deutsch, Kunst und Technik, Geschichte, Geografie und Naturkunde sowie Bewegung und Sport an der Grundschule „Alexander Langer“ in Bozen sei aufgrund der Vorbereitungen bereits „im Flow“. <BR /><BR /><embed id="dtext86-66402122_quote" /><BR /><BR />Dennoch mache man sich Gedanken. „Wird das Schuljahr so ablaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte? Kann ich alles so umsetzen, wie ich es geplant hatte?“ nennt sie nur einige der Fragen, die sie und ihre Kollegen unmittelbar vor Schulbeginn beschäftigen. Dennoch weiß sie: Nach dem ersten Schultag ändert sich vieles: „Es ist oft so, dass jene Kinder, die am ersten Tag besonders schüchtern sind, diese Schüchternheit im Laufe des Schuljahres so weit abschütteln, dass sie sogar den Ablauf des Unterrichts stören“, lacht sie. <h3> Vorfreude aufs erste volle Schuljahr als frisch gebackener Vater</h3>„Der Sommer war fein, aber jetzt freue ich mich auch wieder auf den Schulbeginn“, sagt Lukas Gunsch (32). Er unterrichtet Geschichte und Deutsch an der Fachoberschule für Landwirtschaft (OFL) in Auer. Neben einem Urlaub am Meer hat sich Gunsch im Sommer vor allem sportlich betätigt. Er war nämlich der Organisator der Fußballcamps in Kaltern und Tramin. <BR /><BR /><embed id="dtext86-66402127_quote" /><BR /><BR />Nun aber steht für den 32-Jährigen das vierte Schuljahr an der OFL an – ein ganz besonderes. „Es wird das erste volle Schuljahr als Vater“, erklärt Gunsch. Die kleine Pia hat im Dezember das Licht der Welt erblickt. „Es wird spannend, neben der Lehrer- auch die Vaterrolle unterzubringen“, sagt Gunsch. „Am meisten gefällt mir sowohl der Austausch mit Kollegen als auch mit Schülern“, erzählt Gunsch. Auch freue er sich auf die mehrtägigen Reisen mit seinen Schülerinnen und Schülern. Dort „lernt man die Jugendlichen auf einer anderen Ebene kennen“, so Gunsch.<h3> Voller Motivation und mit Weitblick in das neue Schuljahr</h3>Immer wenn Franziska Dezini (38) in den vergangenen Wochen auf den Schulstart angesprochen wurde, antwortete sie: „Ich freue mich sehr darauf. Ich bin richtig motiviert.“ Die Grundschullehrerin, die an der Grundschule Goethe in Bozen arbeitet, sagt: „Wir müssen jetzt schon einen Weitblick haben, weil man die ganzen Projekte des Schuljahres bereits planen muss.“ Das bedeute ein wenig emotionalen Stress.<BR /><BR /><embed id="dtext86-66402242_quote" /><BR /><BR /> Heute freut sie sich aber darauf „ihre“ Kinder, die sie schon seit der ersten Klasse begleitet, wiederzusehen. Einmal, erinnert sie sich, ist am ersten Schultag ein Kind da gestanden, von dem die Lehrpersonen gar nichts wussten. Es habe sich dann herausgestellt, dass die Familie von Deutschland nach Südtirol gezogen sei, und vergessen habe, sich anzumelden. „Das Kind war immer noch in Deutschland registriert.“ Das sei dann logisch nachgeholt, und das Kind dann in die Schule aufgenommen worden.