Anlässlich des heutigen internationalen Tages gegen Lebensmittelverschwendung hat das Land eine neue Kampagne lanciert.<BR /><BR />Genaue Zahlen, wie es derzeit um die Lebensmittelverschwendung in Südtirol steht, gibt es noch nicht. „Wir arbeiten mit den verschiedenen Landesagenturen und Trägern daran. Im Jahr 2027 wollen wir dann konkrete Zahlen vorlegen“, erklärt Landesrätin Rosmarie Pamer.<BR /><BR />Die derzeit verfügbaren Zahlen zeigen: Südtirolweit wirft jeder Bürger jährlich durchschnittlich 27,5 kg Lebensmittel ungenutzt weg. In einem durchschnittlichen italienischen Haushalt landen pro Kopf und Woche 0,529 kg Lebensmittel ungenutzt in der Tonne. Die jüngsten Daten der Beobachtungsstelle „Waste Watcher“ zeigen, dass die private Lebensmittelverschwendung 2024 um 45 Prozent gestiegen ist.<h3> „Weniger wegwerfen. Bewusst einkaufen“</h3>Um dem entgegenzuwirken, hat das Land eine Sensibilisierungskampagne lanciert. Unter dem Motto „Weniger wegwerfen. Bewusst einkaufen“ will man auf das Problem aufmerksam machen. „Wir wollen bei allen das Bewusstsein stärken, was für eine wichtige Ressource Lebensmittel sind“, betont Pamer. Wichtig sei bei diesem Thema ein praktischer Ansatz. In einem Rezeptbüchlein, das im Zuge der Kampagne verteilt wird, wird aufgezeigt, was man mit Lebensmitteln tun kann, die nicht mehr ganz frisch sind oder nicht so schön aussehen. Die Rezepte und mehr Informationen sind auf der Website des Landes einsehbar.<BR /><BR />Doch nicht nur private Haushalte will man sensibilisieren, sondern auch die Gastronomie, den Handel und soziale Organisationen. Zur Planung, Umsetzung und Überwachung der Maßnahmen auf Landesebene gegen die Verschwendung in den verschiedenen Bereichen und zur Weitergabe überschüssiger Produkte wurde ein Koordinierungstisch errichtet. Er arbeitet mit den Mitgliedern eines Fachbeirates, um technische Themen zu behandeln. <BR /><BR />An der Kampagne beteiligt sind neben dem Koordinierungstisch, dem Amt für Kinder- und Jugendschutz und soziale Inklusion und dem Amt für Öffentlichkeitsarbeit auch die Fachschulen für Hauswirtschaft und Ernährung sowie die Südtiroler Vinzenzgemeinschaft, die Landestafel (Banco Alimentare), Altroconsumo, hds, HGV, lvh.apa und Confesercenti Südtirol.