„Es hat den Anschein, als würde man geboren, um bewertet zu werden. Nach der Geburt geht es schon los: Zu groß oder zu klein? Zu dick oder zu dünn? Kann das Kind noch nicht laufen? Was, es spricht noch nicht?“, so von Südtirols Katholische Jugend.Leistungsdruck ziehe sich durch das ganze Leben, vom Kindergarten über die Schule bis in die Arbeitswelt. Schlussendlich werde der Verstorbene noch dadurch bewertet, wie viele Menschen bei seiner Beerdigung waren. „Das kann es doch nicht sein“, unterstreicht der Hauptausschuss, „der Mensch ist doch mehr als seine Leistungen. Man muss endlich damit aufhören mit anderen zu vergleichen und somit Druck auszuüben.“ Jeder Mensch habe Talente und Stärken. Kinder und Jugendliche sollten darin unterstützt werden ihre Fähigkeiten selbst zu erkennen. "Der Mittelpunkt der Ausbildung und Erziehung muss vermehrt auf das Entfalten von Kompetenzen gelegt werden und nicht auf reine Wissensvermittlung. Soziale Kompetenzen sollen dabei wichtig sein: Wie bringt man sich in eine Gemeinschaft ein? Wie kommuniziert man gut? Wie findet man heraus was man gerne macht und was einen interessiert?".Kinder und Jugendliche müssten unbedingt ganzheitlich gesehen werden. Sie seien nicht nur Schüler, die funktionieren müssten. "Sie sind Menschen mit Leib und Seele und die Entfaltung ihrer Persönlichkeit ohne Leistungsdruck soll vermehrt Einlass in die Gesellschaft finden", betont der Hauptausschuss des SKJ.Die Katholische Jugend biete Jugendlichen genau diesen Raum: sich ohne Leistungsdruck innerhalb einer Gemeinschaft zu entwickeln, soziale Kompetenzen zu erlernen und sich mit Werten auseinanderzusetzen.„Die Einmaligkeit und der Wert eines jeden Menschen unabhängig von seiner Leistung muss wieder mehr vermittelt und gelebt werden“, unterstreicht Südtirols Katholische Jugend.