„Ja, wir tragen zur Geruchsbelästigung bei, aber nicht nur wir“, sagt Andreas Auer von der Firma Remtec. Nach Beschwerden von Anrainern im Meraner Rathaus kommt es am 14. November zu einem Treffen zwischen der Firmenleitung der Remtec, Vertretern des Landes sowie der Gemeinden Meran und Burgstall. <BR /><BR />Einer, der den Stein ins Rollen gebracht hat, ist Anrainer Roland Pircher. Er hat das Geruchsproblem im Klärschlamm, der in der Remtec angeliefert wird, ausgemacht. „Der stinkt wie abgestandener Urin. Wir möchten klären, wann mit einem Ende der immer wiederkehrenden, teils sehr starken Geruchsbelästigung in Sinich Süd – im Bereich der Reich- und Abarth-Straße – zu rechnen ist“, sagt er. Die Geruchsbelästigungen stammten laut seinen Informationen nicht von der Bezirkskläranlage, sondern vom Unternehmen Remtec. Die „Dauer der Belästigung geht von mehreren Minuten bis zu mehreren Stunden, in letzter Zeit treten sie schubweise auch über den ganzen Tag auf, je nach Verteilung durch Wind und Thermik“, heißt es in seinem Memorandum an Merans Bürgermeisterin Katharina Zeller. Betroffen seien rund 20 Familien sowie 200 Angestellte von 40 Unternehmen.<BR /><BR />Etwas gelassener sieht es ein anderer Anrainer. „Ja, die Geruchsbelästigung ist da, einmal mehr, einmal weniger. Das leugnet auch der Besitzer der Remtec nicht. Aber wenn es zu viel stinkt, kontaktiere ich die Firma direkt und sie reagiert sofort, sofern es in ihrer Macht steht. Ich rufe für mich an, aber letztlich profitieren alle davon“, sagt Armin Freund, vom „Terracotta“-Betrieb an der Reichstraße. Als unmittelbarer Nachbar „sitze ich sozusagen an der Quelle“, sagt Freund und legt Wert auf die Feststellung, dass er nur für sich rede.<BR /><BR />„Wir verstecken uns nicht. Wir sind Teil des Problems, aber nicht das alleinige“, sagt <b>Andreas Auer</b> vom Unternehmen Remtec. Man habe in Sinich ein „doppeltes Problem. Die Kläranlage hat eine Hochvergärungsanlage in Betrieb genommen, in der die Abwässer der Zipperle und der Forst vergärt werden. Diese Anlage ist erst in Betrieb gegangen und es dauert, bis eine neue Anlage richtig funktioniert. Auch sie sorgt für Geruch“ meint Andreas Auer.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1233798_image" /></div> <BR /><BR />Die Geruchsbelastung, die von seinem Betrieb ausgehe, gehe vom Klärschlamm aus, bestätigt auch er. „Das größte Problem ist der An- und Abtransport. Das haben wir nicht unter Kontrolle. Aber das ist eine Momentaufnahme von drei, vier Minuten bei einer Fahrt pro Tag und fünf in der Woche über sechs Wochen lang. Verstärkt wird das Problem bei Niederdruck und Regen“, sagt er. Dann könne auch Geruch aus der Halle entweichen. „In der Halle ist eine Geruchsneutralisierungsanlage in Betrieb. Wir sind dabei, Lösungen zu finden. Wir tun unser Möglichstes und sind am Tüfteln.“<BR /><BR />„Wir stehen im Austausch mit den Landesämtern. Natürlich gibt es Verbesserungspotenzial. Wir arbeiten mit einer deutschen Firma zusammen, die sich mit innovativen Geruchsbindemitteln beschäftigt, und wir sind dabei nachzujustieren“, sagt Auer.