Montag, 02. März 2020

Es war die Drohne: Keine Starts und Landungen in Frankfurt

Nach einer Drohnensichtung ist am Montagvormittag der Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen zunächst eingestellt worden. Es gebe bis auf weiteres keine Freigaben für Starts und Landungen, teilte die Deutsche Flugsicherung (DFS) mit.

Nach einer Drohnensichtung stand am Flughafen Frankfurt alles still.
Nach einer Drohnensichtung stand am Flughafen Frankfurt alles still. - Foto: © APA/dpa / Boris Roessler
Die Drohne sei gegen 11.15 Uhr von einem Piloten im südlichen Bereich des Flughafens gesichtet worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Landes- und Bundespolizei suchten nun nach der Drohne, auch ein Hubschrauber sei im Einsatz. Sicherheit gehe vor, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport.

Am Flughafen Wien verspätete sich laut Homepage ein Lufthansa-Flug aus Frankfurt, der um 13.10 Uhr landen sollte. Ein AUA-Flug, dessen Landung um 14.50 Uhr geplant war, war als gecancelt vermerkt. Auch ein AUA-Flug von Frankfurt nach Innsbruck mit der Planankunft um 13.30 Uhr war gestrichen.

Erst vor wenigen Wochen hatte der Frankfurter Flughafen seinen Betrieb wegen Drohnengefahr für eine Stunde einstellen müssen. Mehr als 20 Flugzeuge hätten auf andere Flughäfen umgeleitet werden müssen, hatte Fraport am 8. Februar dazu mitgeteilt.

Immer wieder kommt es an deutschen Flughäfen zu Zwischenfällen mit Drohnen. Als Behinderung wird bereits die Sichtung einer Drohne durch einen Piloten gewertet, der dadurch abgelenkt sein könnte. Zur Sperrung eines Flughafens kommt es hingegen, wenn Drohnen direkt am Flughafengelände gesichtet und von den Lotsen als Gefahr für den laufenden Betrieb eingeschätzt werden. Das war im vergangenen Jahr in Deutschland insgesamt vier Mal der Fall.

Wer in Österreich eine Drohne ohne Bewilligung fliegt, begeht eine Verwaltungsübertretung. Das Strafausmaß beträgt bis zu 22.000 Euro. Das Luftfahrtgesetz sieht unter anderem ein absolutes Drohnen-Verbot über und im Umfeld von Flughäfen vor, also dort, wo Maschinen landen oder starten. Weitere Beschränkungen richten sich nach Gewicht des Flugkörpers und Einsatzgebiet.

dpa