<BR /><BR /><BR /><BR />Im Mordfall von Malcontenta hat der Hauptverdächtige, Ex-Ortspolizist Riccardo Salvagno, eingeräumt, den tödlichen Schuss auf den 28-jährigen Barkeeper Sergiu Tarna abgegeben zu haben. Das Geständnis erfolgte im Rahmen einer rund fünfstündigen Einvernahme im Gefängnis von Verona.<h3> „Es war keine Hinrichtung“</h3> „Ich habe den Abzug betätigt, aber es war keine Hinrichtung“, erklärte der 40-Jährige laut Ermittlern. Die Situation sei chaotisch und angespannt gewesen. Salvagno sprach von Drohungen, Schreien und einem Fluchtversuch des Opfers. Der Schuss sei eine instinktive Reaktion gewesen.<BR /><BR />Die Tat ereignete sich in der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember in einem abgelegenen Gebiet bei Malcontenta, im Umland von Venedig.<h3> Widersprüchliche Aussagen zum mutmaßlichen Komplizen</h3>Im Fokus der Ermittlungen steht auch die Rolle des mutmaßlichen Komplizen Andrea Vescovo. Der 38-Jährige hatte zuvor ausgesagt, den Tatort bereits verlassen zu haben, als der Schuss fiel.<BR /><BR />Dieser Darstellung widersprach Salvagno nun. Nach seiner Aussage habe sich Vescovo noch in unmittelbarer Nähe befunden. Die Staatsanwaltschaft versucht derzeit, die genauen Abläufe zu rekonstruieren und mögliche Verantwortlichkeiten zu klären.<BR /><h3>Mutmaßlicher Täter glaubte, erpresst worden zu sein </h3>Ein zentrales Element der Ermittlungen ist das mögliche Motiv der Tat. Laut Verteidigung glaubte Salvagno, mit einem kompromittierenden Video erpresst worden zu sein. Dieses soll während eines Treffens mit einer Transsexuellen aufgenommen worden sein.<BR /><BR />Die beiden Beschuldigten sollen die Mobiltelefone des Opfers durchsucht haben, um das Video zu finden. Der Verteidiger betonte jedoch, sein Mandant habe die Aufnahme selbst nie gesehen, sondern lediglich von deren Existenz gehört.<BR /><BR />Die Ermittler prüfen nun, ob die vermutete Erpressung z#ur Eskalation und schließlich zur tödlichen Schussabgabe geführt hat.<h3>Weitere Ermittlungen laufen</h3>Die Staatsanwaltschaft setzt ihre Ermittlungen fort. In den kommenden Tagen ist eine kriminalpsychologische Begutachtung des Beschuldigten geplant. Zudem soll der mutmaßliche Komplize erneut einvernommen werden.<BR /><BR />Auch das Fahrzeug, mit dem die Beschuldigten nach der Tat ins Ausland geflüchtet sein sollen, wird derzeit untersucht. Trotz Geständnis bleiben weitere Fragen zum genauen Tathergang und zum Motiv offen.