Dienstag, 14. April 2015

Ester Quici darf in den Hausarrest

Mehr als einen Tag lang hatte das Bozner Freiheitsgericht beraten. Am Dienstagnachmittag schließlich hat das Gericht Ester Quici in den Hausarrest entlassen.

Ester Quici wird in den Hausarrest entlassen - Archivbild
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Ester Quici wird in den Hausarrest entlassen - Archivbild

Die 34-Jährige saß seit etwas mehr als drei Wochen in Trient in Untersuchungshaft.

Sie war am Abend des 21. März festgenommen worden, nachdem ihr Lebensgefährte Alessandro Heuschreck (50) in der gemeinsamen Wohnung in Bozen tot aufgefunden worden war.

Quici hatte selbst die Rettungskräfte gerufen, die aber nur mehr den Tod des 50-Jährigen feststellen konnten.

Wie berichtet, war Heuschreck an den Folgen von zwölf Schnittwunden gestorben. Quici hatte stets behauptet, Heuschreck habe sich die Wunden selbst zugefügt.

Keine elektronischen Handfesseln verfügbar - Bleibt vorerst im Gefängnis

Allerdings hatte sie fünf verschiedene Versionen der Vorfälle erzählt. Auch andere Ungereimtheiten gab es und die Autopsie an der Leiche des 50-Jährigen hatte keinen eindeutigen Hinweis darauf geben können, ob Quici aktiv am Tod ihres Lebensgefährten beteiligt war.

Ihre Verteidiger Beniamino Migliucci und Enrico Lofoco hatten deshalb die Freilassung ihrer Mandantin beantragt. Die ermittelnde Staatsanwältin Daniela Pol, die weiterhin von Mord ausgeht, hatte die weitere Untersuchungshaft beantragt.

Das Freiheitsgericht unter dem Vorsitz von Cristina Erlicher hat am Dienstag nun die Überstellung Quicis in den Hausarrest genehmigt.

Allerdings unter der Auflage, dass Quici mit einer elektronischen Handfessel ausgestattet wird, um sowohl eine Flucht, als auch eine mögliche Beweisverdunkelung zu verhindern.

Weil solche Handfesseln in Italien immer noch Mangelware sind, bleibt Quici noch so lange im Trientner Gefängnis, bis eine solche zur Verfügung steht. 

cu

stol