Mittwoch, 16. November 2016

Ester Quici wegen mehrerer SMS unter Druck vor Gericht

Mit einigen SMS der Angeklagten an ihren ums Leben gekommenen Partner Alessandro Heuschreck hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag im Schwurgerichtsprozess gegen Ester Quici (34) schwere Geschütze aufgefahren.

Als Ester Quici nach der mehrstündigen Einvernahme mit ihrem Verteidiger Beniamino Miglicci das Landesgericht verließ, war ihr die Anspannung anzusehen.
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Als Ester Quici nach der mehrstündigen Einvernahme mit ihrem Verteidiger Beniamino Miglicci das Landesgericht verließ, war ihr die Anspannung anzusehen.

Die Erinnerung an den Abend des 21. März 2015, an dem ihr Verlobter in der erst eine Woche zuvor angemieteten, gemeinsamen Wohnung in der Bozner Freiheitsstraße verblutet ist, nahm Ester Quici bei ihrer Einvernahme am Bozner Landesgericht sichtlich mit.

Trotzdem antwortete sie besonnen auf die Fragen von Staatsanwältin Daniela Pol. Die etlichen SMS, in denen sie Heuschreck geschrieben habe, so könne es nicht weiter gehen, seien eine Art Ventil-Reaktion auf Probleme in der Beziehung gewesen.  

Die Staatsanwältin hatte dem Gericht die Auszüge zahlreicher SMS präsentiert. Unter anderem hieß es darin: „Ich bringe dich um!“ oder „Diesmal bist du im Krankenhaus, das nächste Mal unter der Erde, und ich im Gefängnis.“  

D/hof

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Lesen Sie den ausführlichen Bericht über die mehrstündige Einvernahme der Angeklagten Ester Quici in der Mittwochausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol