Mittwoch, 05. Februar 2020

Etsch und Seitenbäche: Uferpflege beginnt wieder

Mehrere Mannschaften der Wildbachverbauung nehmen in diesen Tagen wieder die Uferpflegearbeiten an der Etsch und ihren Seitenbächen zwischen Meran und Salurn auf.

Mit der Uferpflege sollen der Hochwasserschutz gesichert und ein vielfältiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere geschaffen werden.
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Mit der Uferpflege sollen der Hochwasserschutz gesichert und ein vielfältiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere geschaffen werden. - Foto: © LPA/Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd

Der Wildbachverbauung obliegen die Instandhaltungsarbeiten und die Gehölzpflege an der Etsch und ihren Seitenbächen, seit vor 20 Jahren die Zuständigkeit für die Etsch vom Staat an das Land übergegangen ist.

Im Zuge genau definierter Pflegearbeiten werden jährlich zu hohe Bäume an Engstellen des Flusses und im Bereich von Brücken abgeholzt, zu dichter Pflanzenbewuchs wird durchforstet oder entfernt, oft meterhohe Sandbänke werden abgetragen. Vor allem Bäume und Sträucher, die auf großen Sandablagerungen an den Innendämmen wachsen und diese mit ihren Wurzeln durchdringen oder bei einem Hochwasser mitgerissen werden können, erhöhen die Gefahr von Überschwemmungen.



Entlang der Flussabschnitte, die sich nicht in der Nähe von Brücken befinden und wo der Durchflussquerschnitt ausreichend groß ist, werden Ufergehölze durchforstet, um strukturiertere Bestände zu schaffen und die Vegetation jung und elastisch zu erhalten.

Hochwasserschutz und naturnahe Lebensräume

Zu den Pflegearbeiten gehört auch das Mähen der Dammböschungen und des Schilfröhrichts an den Böschungen auf der Innenseite des Flusses. Wie der Direktor des Amtes für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd Fabio De Polo erklärt, „steht bei den Arbeiten zwar der Hochwasserschutz im Mittelpunkt. Wo es möglich ist, werden aber auch die ökologischen Erfordernisse naturnaher Lebensräume berücksichtigt.“

Der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Rudolf Pollinger sind auch Arbeiten zur Instandthaltung und Sicherung an den Dämmen nötig, „um für ein eventuelles Hochwasser gerüstet zu sein.“ So wird derzeit etwa der Etschdamm bei Neumarkt und Salurn verstärkt, um Dammbrüche zu vermeiden.

lpa