Montag, 26. Oktober 2015

„Etwas spenden, das uns nichts kostet“

417 Nabelschnurblutspenden aus Südtirol wurden im vergangenen Jahr in das dafür spezialisierte Zentrum an der Universitätsklinik Padua gebracht und können damit bei mehr als 70 Krankheiten lebensrettend eingesetzt werden.

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Foto: © shutterstock

Die aktuellen Spenderzahlen, das Potential und die Bedeutung der Nabelschnurspende waren Thema einer Medienkonferenz am Montag. "Es geht heute einmal mehr um die Solidarität und um die grundsätzliche Bereitschaft etwas zu spenden, das uns nichts kostet", eröffnete Gesundheitslandesrätin Martha Stocker.

Normalerweise wird das mitunter lebensrettende Blut bei der Geburt entsorgt. Chronische Krankheiten des Immunsystems oder Tumorerkrankungen wie Leukämie und Lymphknotenkrebs können mit Blut aus der Nabelschnur behandelt werden.

Nabelschnurblut kann grundsätzlich von allen Müttern gespendet werden, die während der Schwangerschaft aufgrund ihres Gesundheitszustandes als geeignet eingestuft werden und ihre schriftliche Einwilligung dazu geben. Ansprechpartnerinnen für die Nabelschnurblutspende sind die Hebammen. Die Nabelschnurblutspende kann in Bozen, Brixen, Meran und Bruneck durchgeführt werden.

stol