Montag, 19. Oktober 2020

EU: 168.000 mehr Todesfälle während 1. Welle als in „normalen“ Jahren

Während der 1. Corona-Welle sind in der Europäischen Union von März bis Juni 2020 168.000 Todesfälle mehr als üblich verzeichnet worden. Diese Zahlen legte die EU-Statistikbehörde Eurostat am Montag in Luxemburg vor.

Erfasst wurden alle Sterbefälle aus 26 EU-Staaten, also nicht nur Menschen, die an oder mit dem Coronavirus gestorben sind.
Erfasst wurden alle Sterbefälle aus 26 EU-Staaten, also nicht nur Menschen, die an oder mit dem Coronavirus gestorben sind. - Foto: © shutterstock
Der Höchstwert wurde in der 14. Kalenderwoche vom 30. März bis 5. April registriert: 36.000 zusätzliche Todesfälle. Erfasst wurden alle Sterbefälle aus 26 EU-Staaten, also nicht nur Menschen, die an oder mit dem Coronavirus gestorben sind.

Eurostat vergleicht die Daten der Kalenderwochen 10 bis 26 mit den Durchschnittswerten der jeweils selben Zeit 2016 bis 2019. Eine Statistik der Todesursachen werde es erst in etwa 2 Jahren geben, sagte eine Eurostat-Sprecherin.

Die höchsten zusätzlichen Sterbezahlen von März bis Juni verzeichnet Eurostat für Spanien, nämlich 48.000. Dahinter folgen Italien mit 46.000 und Frankreich mit 30.000. Das norditalienische Bergamo, das extrem hohe Corona-Infektionszahlen hatte, verzeichnete allein in der 12. Kalenderwoche vom 16. bis 23. März 895 Prozent mehr Todesfälle als im Durchschnitt der vorangegangenen Jahre.

apa/stol