<BR />„Der Druck muss verstärkt werden, bis Russland den Krieg beendet“, sagte Kallas der Zeitung weiter. Die bisherigen EU-Sanktionen hätten Russlands Kriegsmaschinerie schon mehr als eine Billion Euro gekostet. Sie hoffe auch, dass Europa und die USA beim Thema Sanktionen weiter zusammenrückten, sagte Kallas.<BR /><BR />Da Moskau auf dem Schlachtfeld nicht gewinne, richte es seine Raketen zunehmend gegen ukrainische Zivilisten und Infrastruktur. Das sei „systematischer Terror“, sagte Kallas. Mit seinen Angriffen auf mit Getreide beladene Schiffe im Schwarzen Meer gefährde Russland zudem die globale Nahrungsversorgung. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Putin damit Erfolg hat“, sagte Kallas.<BR /><BR />Die EU hat seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 insgesamt 21 Sanktionspakete gegen Russland beschlossen – das letzte Ende Juli. Dieses sieht unter anderem weitere Maßnahmen gegen den russischen Finanz- und Energiesektor sowie ein Einreiseverbot für russische Soldaten vor.<BR /><BR />Harald Vilimsky, freiheitlicher Delegationsleiter im Europäischen Parlament, sah die Ankündigungen kritisch. Ziel müsste ein Ende der Kampfhandlungen zwischen Russland und der Ukraine sein, sagte er am Montag in einer Aussendung - „und nicht die Verhängung immer neuer und umfangreicherer Sanktionspakete“. Brüssel solle sich auf die Diplomatie besinnen, so Vilimsky: „Wer 21 Sanktionspakete als Erfolg bezeichnet, obwohl sie den Krieg nicht beendet haben, verschließt die Augen vor der Realität und verkennt den Ernst der Lage.“