Mittwoch, 11. Dezember 2019

EU-Bürger: Ärztliche Behandlung zu teuer

In der EU sagen 3,6 Prozent der Menschen ab 16 Jahren, dass ihr Bedarf an ärztlichen Untersuchungen oder Behandlungen nicht gedeckt werden kann. Der häufigste Grund dafür ist eine unerschwingliche Behandlung.

In Italien geben 2 Prozent der Menschen an, dass eine ärztliche Behandlung unbezahlbar sei.
In Italien geben 2 Prozent der Menschen an, dass eine ärztliche Behandlung unbezahlbar sei. - Foto: © shutterstock

Ein Prozent der Menschen gibt an, eine erforderliche Behandlung sei zu teuer. Das berichtete Eurostat am Mittwoch. In Österreich geben demnach lediglich 0,4 Prozent der Menschen an, dass sie aus verschiedenen Gründen nicht behandelt werden könnten. 0,1 Prozent sagen, eine Behandlung sei wegen eines zu hohen Preises nicht möglich.

Als andere Gründe führt die EU-Statistikbehörde beispielsweise an, dass Menschen sagen, sie hätten keine Zeit zum Doktor zu gehen oder sie wollten warten, ob sich ihr Leiden von selbst verbessere.

In Italien 2 Prozent mit ungedecktem Bedarf

In Griechenland gibt es mit 8,3 Prozent den mit Abstand höchsten Anteil an Menschen mit ungedecktem medizinischen Bedarf, da die Behandlung unbezahlbar sei. Dahinter folgen Lettland mit 4,2 Prozent, Rumänien mit 3,4 Prozent, Italien mit 2 Prozent, Belgien mit 1,7 Prozent und Portugal mit 1,6 Prozent.

Die niedrigsten Anteile gibt es mit fast 0,0 Prozent dagegen in Tschechien und Finnland. In der Mehrzahl der EU-Mitgliedstaaten geben weniger als ein Prozent der Bevölkerung aus finanziellen Gründen einen nicht gedeckten medizinischen Bedarf an. Die Eurostat-Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2018.

apa

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