Italien wurde ermahnt, endlich ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes aus dem Jahr 2010 umzusetzen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit.In diesem Urteil wurde die Regierung in Rom verurteilt, weil sie entgegen EU-Vorschriften nicht für eine ordnungsgemäße Müllabfuhr sorgte.Nach wie vor gebe es kein angemessenes Netz von Mülldeponien oder Anlagen zur Müllbeseitigung, bemängelte die Kommission.In Neapel und einigen Gemeinden Kampaniens träten nach wie vor Probleme bei der Müllabfuhr auf. Zudem seien sechs Millionen Tonnen alter Müllbündel nur zwischengelagert.Zwar hätten die italienischen Behörden mehrere Pläne zur Müllbeseitigung vorgelegt, doch seien die meisten Anlagen noch lange nicht fertiggestellt.Die italienischen Zeitpläne seien „häufig zu vage“. 2007 hatte sich in den Straßen Neapels so viel Müll angesammelt, dass die Gesundheit der Bürger akut gefährdet war.