Der Gesetzesentwurf sieht nach Informationen der „Bild“-Zeitung (Donnerstag) strengere Warnhinweise auf Zigarettenpackungen und das Verbot von Geschmackszusätzen vor. Aus der Industrie kommt Protest.Warnungen wie „Rauchen tötet“ und schockierende Fotos sollten künftig 75 Prozent der Vorder- und Rückseite der Packung ausmachen. Neben der Steuerbanderole blieben für den Markennamen nur noch 20 Prozent der Packung.Grundsätzlich verboten werden sollen der Zeitung zufolge Zusatzgeschmackstoffe und die Zugabe von Vitaminen, Koffein, Taurin oder Farbstoffen in Zigarettentabak. Das könnte das Aus für Menthol-Zigaretten bedeuten. Vorgeschrieben wird auch, dass der Durchmesser der Zigaretten nicht kleiner als 7,5 mm sein darf. Die vor allem bei Frauen beliebten Slim-Zigaretten wären dann nicht mehr erlaubt.Der Sprecher von EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg bestätigte am Donnerstag nur, dass es Vorschläge zur Packung und zu Geschmacksstoffen geben werde sowie zu Möglichkeiten, die Packungen vor Fälschungen zu schützen.Wie viel von den nun vorgestellten Plänen am Ende im Gesetz steht, muss sich aber erst noch zeigen: Über die Vorschläge der EU-Kommission werden nun das Europaparlament und die Staaten beraten. Dies dauert in der Regel ein bis zwei Jahre.In Australien dürfen Zigaretten bereits nur noch in Ekel-Packungen verkauft werden. Viel Eiter und faule Zähne: die Schachteln mit den fürchterlichen Abbildungen sollen abschreckend wirken. Australien ist das erste Land mit derart drastischen Vorschriften. Andere Länder wie Neuseeland und Großbritannien ziehen ähnliche Vorschriften in Betracht.apa/dpa