Mittwoch, 27. März 2019

EU-Parlament billigt Einwegplastik-Verbot

Das Europaparlament hat das Verbot von Einweg-Plastikartikeln gebilligt. Für das EU-Gesetz stimmte am Mittwoch eine Mehrheit der Abgeordneten in Straßburg. Spätestens 2021 müssen Produkte wie Strohhalme, Teller und Wattestäbchen aus Einwegkunststoff durch umweltfreundlichere Artikel ersetzt werden.

Ab 2024 müssen außerdem Deckel fest mit den Plastikflaschen verbunden sein. Zudem müssen die Flaschen anteilig aus recyceltem Material bestehen und ab 2029 zu mindestens 90 Prozent eingesammelt werden.

Nach Angaben der EU-Kommission sind mehr als 80 Prozent der Abfälle im Meer Plastikmüll. An den Stränden besteht der Müll vorwiegend aus Plastikflaschen, Kunststoffdeckeln und Zigarettenstummeln.

Die Tabak-Hersteller werden künftig zur Deckung der Kosten für Abfallbewirtschaftung, Reinigung und Sensibilisierung beitragen müssen. Auch für die Hersteller von Fanggerät soll eine solche Regelung gelten. Sie – und nicht die Fischer – müssen die Kosten für die Sammlung von im Meer verlorenen Netzen tragen.

Zu dem Verbot gehört auch die Reduktion bestimmter Artikel wie Fast-Food-Verpackungen oder Trinkbecher, wie auch die Kennzeichnungspflicht und Entsorgungsempfehlungen bei Produkten mit negativen Umweltauswirkungen (z.B. Feuchttücher, Luftballons).

Das Europaparlament stimmt am Abend auch über die neue CO2-Auflagen für Autos ab. Bis 2030 sollen die Emissionen neuer Pkw um 37 Prozent verringert werden. Für leichte Nutzfahrzeuge gilt ein Ziel von 31 Prozent bis 2030. 

Greenpeace begrüßt die positive Abstimmung des EU-Parlaments über die Plastik-Richtlinie. Die Umweltschutzorganisation sieht hier die österreichische Regierung gefordert. „Diese soll entsprechend ihren eigenen Ankündigungen die Richtlinie umgehend in nationales Recht umsetzen. Darüber hinausgehend braucht es ein Pfandsystem, um die Plastik-Krise einzudämmen“, hieß es von der NGO.

apa

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stol