„Niemand darf denken, dass Verkehrsregeln weniger ernst zu nehmen sind, wenn man im EU-Ausland unterwegs ist“, sagte die ÖVP-Europaabgeordnete Claudia Schmidt. Sie forderte aber auch einen einfacheren Rechtsschutz für die Bürger. „Wenn manche Mitgliedsstaaten gezielt andere EU-Bürger zur Kassa bitten, muss man auch aktiv den Bürger davor schützen.“Die bisherige EU-Verordnung wurde vom Europäischen Gerichtshof im Mai wegen mangelhafter Rechtsgrundlage aufgehoben. Sollte die EU nicht eine Neuregelung binnen sechs Monaten beschließen, würde der grenzüberschreitende Informationsaustausch zu einem Ende kommen, warnte Schmidts EVP-Kollege, der Luxemburger Georges Bach. „Ausländische Verkehrsteilnehmer sind häufiger in Verkehrsdelikte involviert, vor allem Raserei, als heimische Autofahrer“, so Bach.Der Informationsaustausch betrifft eine Reihe von Verkehrsvergehen, darunter auch Fahren unter Drogeneinfluss, die Verwendung eines Mobiltelefons bei der Fahrt, und das Motorradfahren ohne Helm. Die Polizei darf bei ihren Kollegen in anderen EU-Staaten Name und Adresse des Täters Verkehrssünders erfragen.apa