„Die Liebe meines Lebens“ – so bezeichnete Eugenia Roccella ihren Ehemann Luigi Cavallari. Über den Beginn ihrer Beziehung sagte sie: „Ich habe ihn zum ersten Mal bei Freunden zu Hause gesehen, und seitdem sind wir unzertrennlich“<BR /><BR /><BR />Im vergangenen März feierten die beiden ihre goldene Hochzeit: fünfzig Jahre Ehe, zwei Kinder – Francesco und Silvia – und ein gemeinsames Leben, das sie fast vollständig fernab der Öffentlichkeit verbrachten. Diese Entscheidung für ein zurückgezogenes Privatleben haben beide stets bewusst verteidigt. Cavallari besitzt keine Profile in sozialen Medien, und die Gelegenheiten, bei denen er gemeinsam mit seiner Frau in der Öffentlichkeit auftrat, lassen sich an einer Hand abzählen.<BR /><BR />Der Ingenieur, Hochschullehrer und angesehene Wissenschaftler Luigi Cavallari – <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/badedrama-am-vicosee-ehemann-von-familienministerin-weiter-vermisst" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">der nach einem Sprung in den Lago di Vico als vermisst gilt</a> – lehrte Technologie an der Fakultät für Architektur der Universität „Gabriele d’Annunzio“ in Chieti-Pescara. Von 2002 bis 2008 leitete er das Department für Technologien der gebauten Umwelt und war von 2005 bis 2012 Vorsitzender des Studiengangs Bauingenieurwesen.<BR /><BR />Als Mann von großer Bildung und mit einer tiefe Passion für seinen Beruf stammte er aus einer kinderreichen Familie – ganz anders als Eugenia Roccella, die als Einzelkind aufwuchs. Freunde des Paares berichten, dass gerade diese so unterschiedliche familiäre Herkunft dazu beitrug, sie einander näherzubringen.<BR /><BR />Als sie sich kennenlernten, hatte sie gerade ihren achtzehnten Geburtstag gefeiert. Er war zwölf Jahre älter. Die ersten Annäherungsversuche verliefen vorsichtig. Beide waren eher zurückhaltend und brauchten einige Zeit, um das Eis zu brechen. Schließlich gelang es ihnen beim gemeinsamen Kochen. Von diesem Moment an gingen sie ihren Lebensweg gemeinsam.