Das Geld stammt aus 36 EU-Projekten, an denen die Wissenschaftler des Forschungsinstituts momentan arbeiten. Die Brüsseler Euros sind die Hauptquelle der Drittmittel-Einnahmen der EURAC. Im Jahr 2009 deckte sie insgesamt 49 Prozent ihres Budgets damit ab.„Die EU-Gelder, wie unsere gesamte Auftragsforschung, unterliegt dem offenen Wettbewerb“, betonte EURAC-Präsident Werner Stuflesser am Freitag bei der Mitgliederversammlung der 20 EURAC-Gesellschafter. Die Akademie biete ihre Expertise an, der Auftraggeber entscheide. Stephan Ortner konnte auf der Mitgliederversammlung von einem neuen Auftrag berichten.„Wir haben gerade den Zuschlag für ein Riesenprojekt zur energetischen Sanierung von historischen Gebäuden erhalten“, so der EURAC-Direktor.„Was vor ein paar Jahren als kleines Projekt für Kirchenheizungen begonnen hat, hat sich zu einem Forschungskoloss gemausert, an dem unter unserer Leitung 24 europäische Partner mitarbeiten. Zudem nehmen wir damit 6,6 Millionen Euro ein.“ Zudem wurde am Freitag den Mitgliedern der Tätigkeitsbericht 2009 vorgestellt, der sich nicht nur den Forschungsprojekten, sondern auch den 260 Forschern widmet, die diese in der Bozner Drususallee und ihren Außenstellen erarbeiten. In einem kreativen Fotoshooting präsentieren sich die Forscher außerhalb ihres Wissenschaftler-Lebens: in ihrer Freizeitkluft. So wird der Geograf zum Unterwasser-Rugbyspieler, die Biologin zur Harley-Davidson-Mechanikerin und der Direktor zum Koch. Der Tätigkeitsbericht ist an der EURAC erhältlich.