Auf Vorschlag der Landesregierung haben die 20 Mitglieder der EURAC Karin Dalla Torre Pichler Ressortdirektorin für Denkmalpflege, Bildungsförderung, deutsche Kultur und Museen, Andrea Zeppa, Ressortdirektor für Innovation, Informatik, Arbeit, Genossenschaften und Finanzen sowie Manuela Nocker, Programme Director an der Essex Business School in den Verwaltungsrat gewählt. Zusätzlich gewählt wurden – zum ersten Mal ebenfalls auf Empfehlung der Landesregierung: Universitätspräsident und BBT-Vorstand Konrad Bergmeister, Pietro Borgo, Vizepräsident der Freien Universität Bozen und Generaldirektor von IVECO Bozen sowie der Direktor des Südtiroler Bauernbunds Siegfried Rinner. Im Amt bestätigt wurde EURAC-Präsident Werner Stuflesser, der die EURAC vor 19 Jahren mitgegründet hat und ihr seither vorsteht. „Ich bedauere das Ausscheiden meiner Verwaltungsratskollegen, mit denen ich zum Teil seit 16 Jahren überaus erfolgreich, wie ich meine, zusammengearbeitet habe.“ Von zwölf auf 284 Mitarbeiter sei die EURAC in diesem Zeitraum gewachsen, habe sich einen Namen in international renommierten Forschungskonsortien erarbeitet und Südtirol als Wissenschaftsstandort im Ausland bekannt gemacht. „Die neue Besetzung des Verwaltungsrats ist für die EURAC allerdings insofern von Vorteil, als dass jetzt drei EURAC-Vertreter im Universitätsrat sitzen und dort die Anliegen der EURAC vertreten können.“, zeigt sich der alte und neue EURAC-Präsident zufrieden mit der Wahl. Zusammenarbeit zwischen EURAC und Uni begrüßenswert, aber gesicherte UnabhängigkeitEine stärkere Zusammenarbeit zwischen EURAC und Universität Bozen sei grundsätzlich zu begrüßen, zum Wohle beider Institutionen und nicht zuletzt zum Nutzen Südtirols. „Kooperation wird von uns seit der Geburtsstunde der Universität, die ja ein Kind der EURAC ist, gefordert und bereits erfolgreich umgesetzt. Wichtig und unverzichtbar bleibt allerdings, dass die statuarisch gesicherte Unabhängigkeit der EURAC weiterhin gewährleistet ist“, erklären EURAC-Präsident und EURAC-Direktor Stephan Ortner gemeinsam. „Da sind wir mit unseren Mitarbeitern einer Meinung.“ Rund 250 EURAC-Mitarbeiter hatten in einem am Dienstagvormittag öffentlich verlesenen Brief an Landeshauptmann Luis Durnwalder an die Landesregierung appelliert, die Unabhängigkeit der EURAC nicht in Frage zu stellen, ihrer Arbeit respektvoll zu begegnen und strukturelle Änderungspläne mit den zuständigen EURAC-Gremien zu besprechen.