Donnerstag, 17. November 2016

Europa bringt vier Galileo-Satelliten auf einmal ins All

Erstmals hat Europa vier neue Satelliten für sein Navigationssystem Galileo gleichzeitig ins All geschickt.

Europa hat erstmals in seiner Geschichte vier Satelliten auf einmal ins All geschossen.
Europa hat erstmals in seiner Geschichte vier Satelliten auf einmal ins All geschossen. - Foto: © APA/AFP

Eine Ariane-5-Rakete brachte die Hightech-Fracht am Donnerstag vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana in den Orbit in fast 23.000 Kilometern Höhe. Die Mission war ein Erfolg, sagte der Chef des Raketenbetreibers Arianespace, Stephane Israel.

Damit sind nun 18 Galileo-Satelliten im All. Bisher waren für das Programm deutlich kleinere russische Sojus-Raketen genutzt worden, die pro Start nur zwei Satelliten transportieren konnten.

Galileo ist ein milliardenschweres Prestigeprojekt der EU-Kommission und der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Es soll Europa unabhängig vom amerikanischen Navigationssystem GPS machen. Die Positionsdaten sollen künftig etwa von Navigationsgeräten in Autos genutzt werden. Bis 2020 sollen insgesamt 30 Satelliten um die Erde kreisen – davon 24 in Betrieb und sechs als Ersatz

apa/dpa

stol