Mittwoch, 20. November 2019

Europäische Woche der Abfallvermeidung: Machen auch Sie mit?

Jedes Jahr im November stehen in ganz Europa zahlreiche Abfallvermeidungsaktionen auf dem Programm. Anlass dafür ist die Europäische Woche der Abfallvermeidung, die heuer zwischen 16. und 24. November stattfindet.

Mithilfe der so genannten 3Rs – Reduce, Reuse, Recycle – ist es möglich, die Abfallmenge zu verringern.
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Mithilfe der so genannten 3Rs – Reduce, Reuse, Recycle – ist es möglich, die Abfallmenge zu verringern. - Foto: © shutterstock
„Wertschätzen statt wegwerfen, miteinander und voneinander lernen“: das ist das Motto der diesjährigen Europäischen Woche der Abfallvermeidung (European Week for Waste Reduction EWWR). Mithilfe der so genannten 3Rs – Reduce, Reuse, Recycle – ist es möglich, die Abfallmenge zu verringern. Das ist jedoch nicht immer einfach, sollen doch alte, liebgewonnene Gewohnheiten abgelegt und neue Verhaltensweisen eingeübt werden. Wenn es aber gelingt, können dadurch sogar andere zur Nachahmung motiviert und inspiriert werden.





Verringern – Reduce


Am wirksamsten ist Abfallvermeidung, wenn sie an der Quelle ansetzt, wenn also der Konsum reduziert wird. „Wer hauptsächlich Leitungswasser trinkt, braucht keine abgefüllten Getränke zu kaufen und erzeugt weniger Abfall als jemand, der bevorzugt Cola aus der Aludose und Mineralwasser aus der PET-Flasche trinkt“, erklärt Silke Raffeiner, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Südtirol. Qualitativ hochwertige, reparierbare Produkte können in der Regel länger genutzt werden und erzeugen damit weniger Abfall als billige Produkte, die bereits nach kurzer Zeit kaputt gehen und durch das nächste Billigprodukt ersetzt werden. Überhaupt sollte die Frage „Brauche ich das wirklich?“ bei jeder Kaufentscheidung gestellt werden. Viele Gegenstände werden nämlich gekauft, ohne dass ein echter Bedarf vorhanden ist.

Wiederverwenden – Reuse

Gegenstände, die nicht mehr benötigt werden, sind nicht automatisch reif für die Müllhalde. Viele Gegenstände eignen sich noch für ein „zweites Leben“: entweder für eine Nutzung als Zweiterhand-Ware durch andere Personen oder eine Nutzung in einem anderen Kontext.

„Upcycling“ bedeutet, dass aus Gegenständen und Materialien, die in dieser Form nicht mehr benötigt werden, etwas Neues, sogar Besseres gemacht werden kann. Beispiele dafür sind Möbel aus alten Holzpaletten oder Taschen aus alten Lkw-Planen.

„Ganz grundsätzlich ist es sinnvoll, Gegenstände und Materialien so lange wie möglich zu nutzen“, empfiehlt Silke Raffeiner. „Eine robuste, wieder verwendbare Einkaufstasche kann im Idealfall Hunderte von Einweg-Taschen aus Plastik oder Papier ersetzen.“

Wiederverwerten – Recycle

Gegenstände und Materialien, die nicht mehr reparierbar und nicht mehr anderweitig nutzbar sind, sollten immer sachgerecht entsorgt werden, damit sie dem Recycling zugeführt werden können. Bei einigen Wertstoffen, wie beispielsweise Altglas oder Altpapier, funktioniert das Recycling bereits sehr gut, bei anderen Materialien wie Plastik und Aluminium gibt es noch viel Verbesserungsbedarf.


stol

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