Tschemortan habe einen doppelten Schaden als Passagierin und wegen des „Medienangriffes“ aufgrund ihrer Beziehung zum Kapitän erlitten. Die Tänzerin hatte sich zum Zeitpunkt des Unglücks mit Schettino auf der Kommandobrücke des Schiffes aufgehalten. Gegenüber dem Gerichtspräsidenten hatte die Frau zugegeben, dass sie ein Verhältnis mit dem Kapitän hatte.Vor Gericht hatte Tschemortan betont, dass sie einen schweren Schock erlitten habe, weshalb sie nach dem Unglück behandelt werden musste. Sie habe sich in der Unglücksnacht persönlich engagiert, um Passagiere in Sicherheit zu bringen und habe dabei ihr Leben riskiert. Auch der Druck der Medien habe sie schwer belastet, betonte ihre Anwältin.Die Frau nimmt als Privatbeteiligte am Prozess gegen Schettino teil, der inzwischen in die Endphase getreten ist. Sie gilt als wichtige Zeugin in dem Prozess wegen fahrlässiger Tötung gegen den Kapitän. Tschemortan war nach eigenen Angaben Schettinos Gast an Bord, als die Costa Concordia einen Felsen rammte.apa