Derartige Fälle seien bereits wiederholt dokumentiert worden - etwa als in Taiwan ein Pottwal beim Transport zur Obduktion in einer Stadt explodiert sei. „In diesem Regen aus Blut, Partikeln und Fäulnisgasen möchte man nicht gestanden haben“, so Ritter.<BR /><BR />Abwenden ließe sich eine solche Explosionsgefahr, wenn man den aufgeblähten Kadaver gezielt punktieren oder aufschneiden würde, meinte der Meeresbiologe. Allerdings hätte ein solcher Eingriff früh erfolgen sollen, jetzt wäre er bereits riskant. Und wegen der dicken Haut und der darunterliegenden Speckschicht bräuchte man dazu gewöhnlich eine Lanze oder ein großes scharfes Messer.<BR /><BR />Bilder von dem als „Timmy“ bekannten Buckelwal zeigten jedoch, dass hier vor allem der Kehlsack ballonartig aufgebläht sei. Dessen Haut sei wie bei einer Ziehharmonika gefaltet und extrem elastisch und könne sich ausdehnen wie ein Ballon. „Das wäre wahrscheinlich die beste Stelle für einen gezielten Schnitt. Aber auch der wäre nicht ganz ungefährlich.“<BR /><BR />Möglicherweise, so Ritter, könnte sich die Lage auch ganz unspektakulär entspannen: In dem Gewebe könnte sich ein natürlicher Riss bilden, sodass die Gase ohne Explosion entweichen könnten.