Der nur sieben bis acht Millimeter große Micropterix gaudiella gehört zur Familie der Urfalter, der ältesten heute noch vorkommenden Gruppe von Schmetterlingen, teilten die Landesmuseen in einer Aussendung am Dienstag mit.Diese Falter würden weitgehend unverändert seit mindestens 130 Millionen Jahren existieren. Die Experten, die den Urfalter entdeckt haben, standen unter der Leitung des Kustos der Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Tiroler Landesmuseen, Peter Huemer.„Die Neuentdeckung ist wirklich eine Sensation“, betonte Huemer. Denn bisher seien lediglich sechs auf die Alpen beschränkte Urfalterarten bekannt gewesen.Bei der Namensgebung hätte die Freude über den Fund eine bedeutende Rolle gespielt. Geht doch „Gaudiella“ auf das lateinische „gaudium“ zurück. Der Urfalter zeichnet sich durch seine auffallend metallisch gold-purpurfarbene Färbung aus und unterscheidet sich von anderen Arten durch verschiedene Körpermerkmale.Unter anderem verfügt er über beißend-kauende Mundwerkzeuge und ernährt sich im Gegensatz zu nektarsaugenden Schmetterlingen von Pollen, die er mit seinen Kauladen zerkleinert. Entdeckt wurde der Urfalter daher auch pollenkauend in den Blüten von Rosen und Sonnenröschen. Der Micropterix gaudiella fliege ausschließlich bei Sonnenschein in einer Höhenlage von etwa 1.600 Metern, hieß es.apa