Montag, 23. September 2019

Explosion in Nordtirol: Kaum Hoffnung für 91-jährige Vermisste

Nach der Explosion in einem Supermarkt in St. Jodok am Brenner (Bezirk Innsbruck-Land) am Montagvormittag konnte die verschüttete Frau auch bis zum Abend noch nicht gefunden werden können. „Der Bereich, in dem sie vermutet wurde, ist jetzt Stück für Stück abgetragen worden, man hat aber nichts gefunden“, sagte ein Sprecher der Polizei zur APA. Die Zahl der Verletzten ist von 9 auf 11 gestiegen.

Die Hoffnungen, die 91-jährige Vermisste noch lebend zu finden, werden immer kleiner. - Foto. APA/Zeitungsfoto.at
Die Hoffnungen, die 91-jährige Vermisste noch lebend zu finden, werden immer kleiner. - Foto. APA/Zeitungsfoto.at

Um sicher zu gehen, soll nun der abgetragene Schutt des Raumes, in dem die Frau zuletzt gesehen worden war, nochmals genau untersucht werden, erklärte der Polizist. Bei der Vermissten handelt es sich um die Mutter des Geschäftsbetreibers, die im hinteren Teil des Wohntrakts neben dem Laden wohnte.

„Ein Mann hatte noch versucht, die Frau zu retten, deshalb wissen wir, dass sie noch in dem Gebäude sein musste“, sagte der Polizist. Die Frau war aber eingeklemmt und das Gebäude stand bereits in Vollbrand, weshalb der Zeuge den Rettungsversuch abbrechen musste. Auch aus dem angrenzenden Gebäude mussten noch Personen evakuiert werden. Weitere Verschüttete dürfte es aber nicht geben, meinte der Sprecher. (STOL hat berichtet)

Der Brand, der nach der Explosion ausgebrochen war, konnte auch am späten Nachmittag noch nicht gelöscht werden. „Es wird noch länger dauern, bis 'Brand Aus' gegeben werden kann“, meinte der Polizeibeamte. Es müsse noch die gesamte Nacht über Brandwache gehalten werden.

Die Ursache für die Explosion war nach wie vor unklar. In der Nähe des Gebäudes hatte es aber Arbeiten gegeben, bei denen die Arbeiter auf eine Gasleitung gestoßen waren. „Im Bereich dieser Arbeiten soll nun ein Loch gegraben werden, um nach der Ursache für die Explosion zu suchen“, so der Polizist.

Zu der Explosion war es gegen 11.20 Uhr gekommen. Kurz darauf stand bereits das gesamte Gebäude in Vollbrand. 11 weitere Personen wurden bei der Explosion verletzt. Eine davon laut Medienberichten schwer, in Lebensgefahr schwebte aber niemand. Die Verletzten wurden in die Innsbrucker Klinik und in das Krankenhaus Hall in Tirol eingeliefert.

apa

stol