Mindestens 23 Revolutionsgardisten wurden nach amtlichen Angaben verletzt. Nach ersten Ermittlungen wurde die schwere Detonation durch einen Unfall beim Umlagern von Munition ausgelöst. Das staatliche Fernsehen zitierte den Kommandanten der Revolutionswächter, Ramezan Sharif, mit den Worten, 27 Gardisten seien durch die Explosion ums Leben gekommen.Laut Medienberichten ereignete sich die Explosion zu Mittag (Ortszeit, 10.30 Uhr MEZ) in einem Militärlager in Bid Ganeh, rund 20 Kilometer südwestlich vom Zentrum der iranischen Hauptstadt Teheran. Die Nachrichtenagentur ISNA meldete unter Berufung auf Rettungskräfte, einige der Opfer seien lebensgefährlich verletzt. Krankenwagen, Rettungsteams mit Suchhunden und ein Hubschrauber begaben sich an die Unglücksstelle. Der Abgeordnete des betroffenen Bezitks, Hossein Garouzi, erklärte auf der Webseite des Parlaments (Majlis), es sei eine „große Menge Munition“ explodiert. Er schloss einen politisch motivierten Anschlag oder einen Sabotageakt aus. Die Revolutionsgarden unterhalten zahlreiche Stützpunkte in der Umgebung von Teheran.