Im Jahr 2017 gab es bereits eine ähnliche Situation mit wenig Schnee und Wochen ohne Niederschlag: Was damals geschah. <BR /><BR /><BR />Selten hat es in Südtirol im Winter so wenig geschneit oder geregnet wie heuer. Mancherorts ist es sogar der dritttrockenste Winter in der jüngeren Geschichte. „Das eigentliche Problem kommt aber erst noch“, sagt Marc Zebisch, Leiter des Institutes für Fernerkundung von Eurac Research – „dann, wenn das Wasser der Schneeschmelze Bäche und Flüsse speisen sollte.“<BR /><BR />23 Liter Niederschlag pro Quadratmeter hat es in den Wintermonaten bisher im Schnitt in Bozen gegeben. So wie in Sterzing ist es damit laut Dieter Peterlin, Meteorologe beim Landeswetterdienst, der dritttrockenste Winter seit Beginn der Aufzeichnungen. Nur in den Wintern 1941/42 und 2002/03 war es in Bozen und Sterzing noch trockener.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="751538_image" /></div> <BR />Bemerkbar macht sich der ausgebliebene Schnee und Regen vor allem in Bächen und Flüssen. „In der Etsch haben wir derzeit rund 30 Prozent weniger Wasser als normal“, sagt Thomas Senoner, Direktor im Amt für nachhaltige Gewässernutzung. Bedingt sei das aber auch dadurch, dass die Staudämme in Martell und Reschen derzeit nicht aktiv seien. Noch sei die Aufmerksamkeitsstufe im Einzugsgebiet der Etsch auf normal gestuft. Auch weil dank der bislang kühlen Nächte der Bewässerungsbedarf noch nicht angestiegen sei, so Senoner.<BR /><BR /> Derzeit federt das Abschmelzen der letzten Schneereserven die Situation etwas ab. Doch gerade im fehlenden Schnee sieht Marc Zebisch das Problem. „Die Satellitenbilder zeigen, dass heuer die Alpen schon so gut wie schneefrei sind“, sagt er. „Dadurch kommt das eigentliche Problem erst noch auf uns zu.“ Denn 40 Prozent des gesamten Wassers in der Etsch stammen von der Schneeschmelze. Wasser, das in ein paar Wochen ausbleibt. <BR /><BR /><embed id="dtext86-53534691_quote" /><BR /><BR />Bereits 2017 habe es laut Zebisch dieses Phänomen anhaltender Trockenheit gepaart mit geringen Schneemengen gegeben – mit Schäden in der Landwirtschaft in Milliardenhöhe. Dass die Winter generell trockener werden, kann Zebisch nicht bestätigen. „Das zeigen weder die historischen Aufzeichnungen, noch die Computersimulationen für die Zukunft“, sagt er. Es gebe aber immer länger anhaltende stabile Wetterlagen.<BR /><BR /> Das heißt, es wird immer längere trockene oder feuchte Perioden geben. <BR />Im Moment bleibt nur das Hoffen auf Regen. Laut derzeitigen Prognosen sollte es zu Beginn des Monats April so weit sein. Dann sollte es laut Senoner die lang ersehnten ergiebigeren Niederschläge geben.<BR />