Was die Landtagsabgeordnete der Grünen genau fordert und wo Südtirol aufstocken muss, lesen Sie hier.<BR /><BR />„Mit dem fortschreitenden Klimawandel werden solche Starkregenereignisse zur neuen Normalität: Das erfordert ein Umdenken in der Art und Weise, wie wir Hochwasserschutz planen und umsetzen“, ist Rohrer überzeugt. Technischer Hochwasserschutz allein werde nicht mehr reichen, mehr passiver Hochwasserschutz sei gefragt. Dazu gehört, Flüssen mehr Raum zu geben und mehr Flächen als natürliche Überschwemmungsgebiete zu schaffen.<BR /><BR />Auf eine Landtagsanfrage der Grünen teilte Landeshauptmann Arno Kompatscher kürzlich jedoch mit: „Aufgrund von fehlender Grundverfügbarkeit ist die Bereitstellung von zusätzlichen Überflutungsräumen sehr eingeschränkt. Die Agentur für Bevölkerungsschutz arbeitet auf Flächen des öffentlichen Wassergutes, weshalb nur im geringen Umfang zusätzliche Überflutungsräume geschaffen werden konnten.“<h3> Keine guten Vorzeichen</h3>Und zur Umsetzung des Entwicklungsplans für die Fließgewässer Südtirols antwortet Kompatscher: „Für eine Überarbeitung, detailliertere Erfolgskontrolle und weitere Entwicklung des internen Planungsinstrumentes fehlen aktuell die Ressourcen sowie das Personal.“ „Keine guten Vorzeichen für den Hochwasserschutz“, findet Rohrer.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1092105_image" /></div> <BR /> Mit einem Beschlussantrag will sie daher die Landesregierung u.a. verpflichten, eine Prioritätenliste zu erstellen, auf der unabhängig von der Flächenverfügbarkeit die neuralgischen Punkte gekennzeichnet sind, in denen es dringend einer Entschärfung der Hochwassersituation durch Aufweitung des Gewässers bzw. Bereitstellung von Flächen bedarf.<BR /><BR />Auch schlägt sie die Einrichtung einer Flächentauschbörse vor, um die Verfügbarkeit von Flächen an notwendigen Standorten zu erhöhen. Zudem müsse geprüft werden, welche geeigneten Flächen sich bereits heute in öffentlicher Hand befinden und sich unmittelbar für den Hochwasserschutz oder für einen Flächentausch eignen.<h3> Vorfälle aus vergangenen Jahren</h3><b>Ahrtal (2021, Deutschland)</b>: 180 Todesopfer und enorme Zerstörungen<BR /><b>Slowenien (2023)</b>: Heftige Überschwemmungen in weiten Teilen des Landes<BR /><b>Emilia Romagna (2023)</b>: Großflächige Überflutungen machen ganze Dörfer unbewohnbar<BR /><b>Österreich, Tschechien, Polen (September 2024)</b>: Schwere Überschwemmungen in allen 3 Ländern, Deutschland kommt mit einem blauen Auge davon<BR /><b>Derzeit</b>: In Spanien fällt in einigen Gebieten so viel Regen wie sonst im ganzen Jahr, noch immer steigt die Zahl der Toten, aktuell spricht man von 213 allein in der Region Valencia. Der Wetterdienst warnt aktuell vor weiteren „sintflutartigen Regenfällen“