Veröffentlicht wurde in Facebook das Foto eines neugeborenen Kindes mit Down-Syndrom, auf dessen Stirne das Wort „Trottel“ zu lesen ist. Darunter steht: „Down-Kinder sollen als Schießscheibe dienen: Das ist das einzige Ende, das diese Schmarotzer verdienen.“„Warum sollten wir mit diesen verwerflichen Kreaturen zusammenleben, die zu nichts dienen? Kinder mit Down-Syndrom sind eine Last für unsere Gesellschaft. Wie können wir uns auf zivilisierte Weise von diesen Kreaturen befreien? Indem wir sie als mobile Schießscheiben verwenden“, hieß es auf der Facebook-Seite.Frauenministerin Mara Carfagna reagierte empört. „Das ist eine inakzeptable und gefährliche Initiative, die zivilisierter Menschen unwürdig ist“, sagte die Ministerin. Sie versicherte, dass die Polizei ermitteln werde, um festzustellen, wer hinter der Facebook-Gruppe steckt. Auch im Internet kam es zu heftigen Reaktionen gegen die Seite. „Ihr seid eine Schande. Schämt Euch!“, war auf einigen Internet-Reaktionen zu lesen.Die Polizei ist bereits dabei festzustellen, wer hinter der Facebook-Seite steckt. Es sei jedoch nicht einfach herauszufinden, wer für die anonymen Botschaften verantwortlich sei. Auch die Gesellschaft Facebook Italia erklärte, sie könne nicht direkt eingreifen, die italienische Justiz müsse ein Rechtshilfeschreiben in Kalifornien eingereichen, wo Facebook seinen Hauptsitz hat.„Empört und angewidert“ zeigt sich die Landtagsabgeordnete Veronika Stirner (SVP) über die Facebook-Seite. „Italien ist ein Land, das sich die Integration von Menschen mit Behinderung auf die Fahne schreibt und verglichen mit anderen Staaten Europas seit über 30 Jahren deren Integration aktiv vorantreibt“, erklärt die Landtagsabgeordnete.Polizei und Justiz müssten alles unternehmen, um die Urheber dieser inakzeptablen Facebook-Seite zur Verantwortung zu ziehen.apa