Der Japankäfer breitet sich hauptsächlich durch Verschleppung mit Fahrzeugen, Pflanzenhandel oder durch den Flug der adulten Tiere aus. Meldeaktionen, bei denen die Bürger mitmachen, sind derzeit durchaus noch sinnvoll, um eine Ansiedlung und Etablierung des Käfers so lange wie möglich hinauszuzögern: Darauf weist der Leiter der Arbeitsgruppe Entomologie (Insektenkunde) im Versuchszentrum Laimburg, Manfred Wolf, hin.<BR /><BR /> „Die Einschleppung des Japankäfers ist nicht ein einmaliger Prozess, sondern geht inklusive seiner erfolgreichen Ansiedlung über eine längere Zeit vor sich“, erklärt Wolf. „Bisher wurden eingeschleppte Einzeltiere nachgewiesen. Aktuell ist abzuwarten, ob, wann und auf welchen Flächen sich der Japankäfer dauerhaft ansiedeln kann, das heißt, in welchen Böden er sich optimal entwickeln wird. Von dort aus befällt er – oder auch nicht – Obst- und Weinbaukulturen. <BR /><BR />Da der Japankäfer zwischen sehr vielen Wirtspflanzen wählen kann, ist es derzeit noch offen, an welcher Stelle unter heimischen Bedingungen Apfel und Rebe auf der Präferenzliste stehen“, meint der Leiter der Arbeitsgruppe Entomologie.<BR /><BR />Das Versuchszentrum Laimburg könne derzeit keine Forschung am Japankäfer betreiben, da Quarantäne-Organismen nur mit Genehmigung und in Sicherheitslabors gehalten und getestet werden können – und dies gelte auch im Rahmen von wissenschaftlichen Untersuchungen. „Aus Gebieten, in denen die Art seit längerer Zeit präsent und etabliert ist, gibt es aber Erfahrungen, wie mit dem Problem umzugehen ist“, sagt Wolf.<BR /><BR />Es gebe eigene Erfahrungen aus der Arbeit mit den Schwesterarten – Mai- und Gartenlaubkäfer – in verschiedenen Arbeitsgruppen. „Art des Auftretens und Fragestellungen beim Japankäfer sind ähnlich wie beim Mai- und Gartenlaubkäfer“, sagt Wolf. Mit der Eindämmung befasse sich hingegen der Pflanzenschutzdienst.