Denn Züge können nur eine begrenzte Zahl an Fahrrädern aufnehmen, zudem gelten je nach Zugbetreiber und Zugtyp unterschiedliche Bestimmungen. „Die Zugführer sind häufig Blitzableiter für den Ärger der Fahrgäste, wenn es mit der Mitnahme des Rades nicht klappt wie gewünscht. Die Zugführer trifft aber keine Schuld, sie müssen in bestimmten Fällen die Mitnahme des Fahrrades verweigern“, so Christian Tschigg von der Transportgewerkschaft FIT im SGBCISL.Zugführern seien in diesen Fällen die Hände gebunden, sie müssten die Vorschriften zum Fahrradtransport einhalten, die Sicherheit an Bord gewährleisten und die Fluchtwege für Notfälle freihalten. Die RegelnTschigg verweist auf einige Punkte, die beim Fahrradtransport zu beachten sind. „Trenitalia-Regionalzüge haben Platz für 18 Räder im eigenen Fahrradabteil. In den Regionalexpresszügen von Trenitalia nach Verona oder Bologna können nur bis zu sechs Räder mitgenommen werden.“ In Flirt-Zügen, die von Trenitalia betrieben werden, gebe es in den ausgewiesenen Plätzen die Möglichkeit, höchstens 20 Räder mitzunehmen. Wenn der Ansturm von Fahrgästen aber sehr groß sei, könne diese Zahl eingeschränkt werden, weil Personentransport Vorrang vor Fahrradtransport habe.Flirt-Züge der SAD haben eine Kapazität von 36 Rädern bzw. von 18 Rädern im Kurz-Zug.„Insgesamt gilt: wenn im Zug keine Plätze mehr vorhanden sind, muss der Zugführer die Mitnahme zusätzlicher Räder aus Sicherheitsgründen verweigern“, so Tschigg.Der gelöste Fahrrad-Fahrschein gestatte nicht die Mitnahme des Rades in einem bestimmten Zug, sondern im ersten Zug, in dem es noch freie Plätze gebe. Eine Ausnahme seien Züge mit Platzreservierung von/nach München. In den klassischen Trenitalia-Zügen mit Fahrradabteil können keine Tandemräder und Fahrradanhänger mitgenommen werden. Die Fahrkarten für den Fahrradtransport müssen vor dem Einsteigen entwertet werden. An Bord können keine Tageskarten für Fahrräder mehr gelöst werden, sondern nur noch Kilometerfahrscheine mit Aufschlag.Das Zusteigen mit Fahrrad ist in Meran nur dann erlaubt, wenn man mit dem Anschlusszug von Bozen kommt. In Meran ist ein Fahrrad-Shuttle-Dienst eingerichtet worden.„Ob SAD oder Trenitalia den Flirt-Zug betreiben, ist am Logo zu erkennen, das auf der ersten bzw. letzten Tür des Zuges angebracht ist“, erklärt der Vertreter der Transportgewerkschaft.