Montag, 16. September 2019

Fahrverbote in Nordtirol: Rund 27.000 Zurückweisungen

Die Fahrverbote auf dem niederrangigen Straßennetz in mehreren Nordtiroler Bezirken, um Stau-Ausweichverkehr zu verhindern, sind mit Sonntag 19.00 Uhr zu Ende gegangen.

Die Fahrverbote in mehreren Nordtiroler Bezirken wurden vom Landeshauptmann des Bundeslandes Tirol als positiv bewertet und sollen fortgesetzt werden.
Die Fahrverbote in mehreren Nordtiroler Bezirken wurden vom Landeshauptmann des Bundeslandes Tirol als positiv bewertet und sollen fortgesetzt werden. - Foto: © APA

Insgesamt habe es seit in Kraft treten der Verbote mit 20. Juni 27.000 Zurückweisungen gegeben, teilte das Bundesland Tirol am Montag in einer Aussendung mit. Die Landesregierung des Bundeslandes Tirol zog eine positive Bilanz.

„Dass wir die Fahrverbote eingeführt haben, war die absolut richtige Entscheidung“, meinte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). Denn damit sei es gelungen, trotz Hauptreisezeit die Verkehrs- und Versorgungssicherheit in den betroffenen Gemeinden weitestgehend aufrechtzuerhalten. „Ohne die Fahrverbote wäre es jedenfalls vielerorts zu massiven Überlastungen gekommen“, so Platter.

Im Juni, zu Beginn der Fahrverbote, habe es noch deutlich mehr Zurückweisungen gegeben als im September. „Die Kommunikation hat funktioniert, die Verkehrsteilnehmer haben sich informiert und mit überwiegender Mehrheit Verständnis für die Maßnahme gezeigt“, zog auch Verkehrsreferentin Ingrid Felipe (Grüne) eine positive Bilanz.

Fahrverbote auch im Winter

Auch in der Wintersaison soll es an neuralgischen Punkten Fahrverbote geben. Wann und wo genau diese gelten werden, sei derzeit Gegenstand von Analysen der Experten, hieß es. Platter bezeichnete die Winter-Fahrverbote als „unumgänglich“. „Auch wenn die Voraussetzungen solcher Fahrverbote im Winter andere als im Sommer sind, führt an diesen kein Weg vorbei. Gerade im Winter sind aufgrund von Witterung und anderen Vorkommnissen gepaart mit einem hohen Verkehrsaufkommen erneut Engpässe und Staus im niederrangigen Straßennetz zu erwarten“, sagte der Landeshauptmann des Bundeslandes Tirol.

Die Fahrverbote waren im Großraum Innsbruck mit 20. Juni in Kraft getreten, eine Woche später folgten die Bezirke Reutte und Kufstein. Sie galten von Samstag 7.00 Uhr bis Sonntag 19.00 Uhr. Die Maßnahmen des Bundeslandes Tirol hatten heftige politische Kritik aus den Nachbarregionen zur Folge.

Die meisten Zurückweisungen, mit rund 16.400, gab es im Bezirk Reutte, gefolgt von den Bezirken Innsbruck Land und Stadt mit 8000 Zurückweisungen. Im Bezirk Kufstein wurden 2600 Fahrzeuge wieder auf die Autobahn zurückgewiesen. Insgesamt wurden 150 Strafverfügungen aufgrund einer Missachtung der Fahrverbote verhängt.

apa

stol