Hier Fall 2. <BR /><BR />Seit den 1960er-Jahren gibt es gegen einen Priester wiederholt Vorwürfe grenzüberschreitenden Verhaltens, der Kooperator wird mehrfach versetzt. Trotz dieser Vorwürfe erhält er Mitte der 1970er-Jahre seine erste Pfarrstelle und in den 1990er-Jahren eine weitere.<BR /><BR />Als die Diözese im Jahr 2010 eine Ombudsstelle einrichtet, gehen dort mehrere Meldungen gegen den Priester ein. Eine Betroffene berichtet, dass sich der Geistliche über einen längeren Zeitraum an damals 6- bis 8-jährigen Mädchen vergangen habe; 2 weitere Betroffene berichten, von dem Priester Anfang der 1980er-Jahre schwer missbraucht worden zu sein, wobei eine der beiden wegen eines Handicaps während der Tat wehrlos war.<BR /><BR />Als Reaktion auf die Meldungen setzt Bischof Karl Golser den Priester als Pfarradministrator ab und untersagt ihm alle seelsorgerischen Tätigkeiten. In der Pressemitteilung der Diözese heißt es, der Priester dürfe nicht mehr öffentlich auftreten und wolle seinen Lebensabend in Buße verbringen. Trotz dieser Anordnung erscheint der Priester weiterhin bei Veranstaltungen. Generalvikar Josef Matzneller verbietet dem Geistlichen noch einmal solche Aktivitäten. Zum 50. Priesterjubiläum bedankt sich der Generalvikar für all das Gute, das er in seinen langen Priesterjahren in der Seelsorge bewirkt habe.<BR /><BR />Anfang der 2020er-Jahre meldet sich eine Zeitzeugin bei der Ombudsstelle: Sie habe sich schon in den 1990er-Jahren an Bischof Wilhelm Egger gewandt, aber ihre Hinweise seien ignoriert worden. <BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/sexuell-missbraucht-suizid-und-der-verantwortliche-priester-haelt-begraebnis" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier lesen Sie den ersten Fall.</a>