Dienstag, 08. Oktober 2019

Fall Adan: Verfahren archiviert

Voruntersuchungsrichter Emilio Schönsberg hat die Einstellung der Ermittlungen gegen den Landesangestellten verordnet, der wegen Amtsunterlassung in Zusammenhang mit dem Tod des Migrantenkindes Adan angeklagt war.

Der  13-jährige Adan verlor im Oktober 2017 sein Leben.
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Der 13-jährige Adan verlor im Oktober 2017 sein Leben. - Foto: © COLLAB-BZ / Claudia Fornari

Jener Beamte, der dem 13-jährigen Adan und seiner Familie im Oktober 2017die Aufnahme in ein Flüchtlingsheim verwehrte, habe sich keines Vergehens schuldig gemacht.

Der 13-jährige Kurde Adan Hussein war am 7. Oktober 2017 am Bozner Krankenhaus infolge einer Lungenembolie gestorben. Der an Muskeldystrophie leidende Junge hatte sich beide Beine gebrochen.In der Folge war es zu Komplikationen gekommen.

Kein Vorsatz

Laut dem Richter habe es jedoch keine Amtsunterlassung, wegen der Nicht-Aufnahme des Jungen und seiner Familie in eine Einrichtung, gegeben. Es sei kein Vorsatz in der Handlung des Landesangestellten zu erkennen gewesen.

Der Angeklagte war überzeugt das Rundschreiben des Direktors der Landesabteilung Soziales, Luca Critelli, in Abweichung der gesamtstaatlichen Bestimmungen, anwenden zu müssen. Die Staatsanwaltschaft hatte die Einstellung des Verfahrens beantragt, dagegen hatte sich die Familie von Adan durch ihren Anwalt widersetzt.

Nun hat der Voruntersuchungsrichter den Antrag der Familie zurückgewiesen und die Einstellung des Verfahrens gegen den Landesangestellten verordnet.


ansa/stol