Wie berichtet, hatte Vettori sein Amt zurückgelegt, nachdem bekannt wurde, dass gegen ihn ermittelt wird – nach einem heftigen häuslichen Streit zwischen Vettori und seiner Frau in der gemeinsamen Wohnung. Dabei – so der Vorwurf – soll Vettori seine Partnerin auch verletzt haben.<BR /><BR /> Erschwerend hält ihm die Staatsanwaltschaft vor, dass die Tat in Gegenwart eines Minderjährigen begangen worden sei. Vettori selbst hat von Anfang an betont, dass er nie eine Frau geschlagen habe, „schon gar nicht die Mutter meiner Kinder.“<BR /><BR />Bei der gestrigen Anhörung im geschützten Raum mit Einwegspiegeln soll die Frau über etwa 25 spannungsgeladene Episoden in der Beziehung in den vergangenen Jahren gesprochen haben. „Dem Streit im Oktober lag Eifersucht zugrunde“, erklärte der Rechtsanwalt der Geschädigten, David Biasetti. Vettoris Verteidiger Beniamino und Luca Migliucci wollen in den Schilderungen der Frau „gravierende Widersprüche“ festgestellt haben. „Die Erinnerungen und Erfahrungen meines Mandanten bezüglich der genannten Episoden sind völlig anders. <BR /><BR />Es mag einzelne Auseinandersetzungen gegeben haben, aber zu einem Streit gehören immer zwei“, betont Rechtsanwalt Migliucci. Vettori ist nach wie vor mit Annäherungsverbot belegt und trägt entsprechend der Vorgabe des „Codice rosso“ elektronische Fußfesseln. Jetzt muss die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob hinlängliche Verdachtsmomente vorliegen, um gegen Vettori Anklage zu erheben. Für ihn gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.